Abschreiben

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Möckern-Peter
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Beitrag von Möckern-Peter » 02.08.2010 14:16

ABDRUCKEN ist bekanntlich - fast - überall verboten.
Darf man HIER ungestraft einen (kurzen) Artikel aus einer Publikation strafunbedenklich ABSCHREIBEN?? (Die Quelle zu nennen wäre klar; nur muss man auch zum Abschreiben erst anfragen?)
Notfalls würde ich es mit geänderten Worten inhaltlich "frei nach" rüberbringen...
Ich hätte etwas, das die Nicht-Abonnenten sicher interessieren würde.
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Sithis
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Re: Abschreiben

Beitrag von Sithis » 02.08.2010 14:36

In der Regel steht in so einer Publikation ein Satz, der sinngemäß lautet, daß Veröffentlichung - auch auszugsweise - nur mit vorheriger Erlaubnis möglich ist.
Den Inhalt hingegen in eigene Worte fassen und hier wiedergeben fällt nicht darunter.
Abgesehen davon sage ich es nochmal: Es heißt dann "Literatur" und nicht "Quelle". Eine Quelle wären Aussagen eines Mitarbeiters eines Betriebes, Dokumente des Betriebes oder ähnliches, auch Bilder. Was in diversen Magazinen zu lesen ist, ist dann auch nur darauf basiert, folglich keine Quelle mehr, sondern Literatur. Man braucht nur mal in ein Fachbuch zu schauen, dort wird auch zwischen Quellen und Literatur unterschieden.
Eine Zeitung ist keine Quelle, sondern auch nur Literatur. Ich vermute einfach mal, daß dieser Unsinn mit der umgangssprachlichen Bezeichnung von "Quellen" aus diversen Foren stammt, wo ja jeder Trottel irgendeinen Zeitungsartikel als "Quelle" verlinkt. Leider wurde dieser Unsinn teilweise auch von gewissen Magazinen angenommen, ich glaube sogar, dies mal in einem Buch gelesen zu haben.
Wenn man an einer Universität eine schriftliche Hausarbeit abgibt, bei der zwischen "Quellen" und "Literatur" nicht unterschieden wird oder das falsch eingeordnet wurde, kann das dazu führen, daß die Arbeit schlecht bewertet wird, denn was nicht eindeutig nachvollziehbar ist, zählt dann nicht. In der Regel schauen die Dozenten sogar als erstes auf die Angaben von Quellen und Literatur - wenn da was nicht stimmig ist, bekommt man die Arbeit ungelesen mit einer 5 wieder. Ist natürlich nicht immer so - aber bei Abschlußarbeiten werden solche Fehler in jedem Fall hart geahndet...
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Möckern-Peter
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Re: Abschreiben

Beitrag von Möckern-Peter » 02.08.2010 14:59

Du bist aber spitzfindig, oijoijoi. FÜR MICH ist es MEINE Quelle, also wo ich's herhabe...
Wir sind doch hier Diskutanten (keine Disko-Tanten - das ist etwas anderes, grins) und keine wissenschaftlichen Prüflinge, lach.

Nee, ich meinte: Darf ich es hier in "..." setzen oder nicht, ohne das Heft'l zu fragen oder ist das schon verboten. Fairerweise würde ich ja - auch für Euch - angeben, wo es her ist.
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Re: Abschreiben

Beitrag von Sithis » 02.08.2010 15:23

Du bist aber spitzfindig, oijoijoi. FÜR MICH ist es MEINE Quelle, also wo ich's herhabe...
Wir sind doch hier Diskutanten (keine Disko-Tanten - das ist etwas anderes, grins) und keine wissenschaftlichen Prüflinge, lach.
Klar bin ich spitzfindig, aber das ist absolut notwendig. Es kann ja nicht schaden, die Begriffe korrekt zu verwenden. Schon als Abgrenzung zu gewissen anderen Foren. Und zumindest ich bin dann doch eine Art "wissenschaftlicher Prüfling" als Akademiker...
Mir stößt diese Falschverwendung sauer auf und es sollte verhindert werden, daß die Leute glauben, das sei so richtig. Nur weil es viele machen, ist es noch lange nicht richtig.
Nee, ich meinte: Darf ich es hier in "..." setzen oder nicht, ohne das Heft'l zu fragen oder ist das schon verboten. Fairerweise würde ich ja - auch für Euch - angeben, wo es her ist.
Wie ich schon schrieb: Schau mal ins Heft, ob dort solch ein Satz steht, wie ich geschildert habe(das ist meistens der Fall). In der Vergangenheit hatte hier schon mal jemand Scans aus einem Heft eingestellt, das wurde sicherheitshalber wieder gelöscht. Im Zweifelsfalle würde ich es lieber lassen. Das Setzen in Anführungszeichen ist im Endeffekt das Gleiche.
Einfach umformulieren ist hingehen kein Problem. Jörg hat ja auf seinen Seiten über die Tatra-Bahnen auch die Literatur angegeben und den Inhalt mit eigenen Worten neu formuliert.
http://www.strassenbahnen-online.de/tatra/index.html
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Re: Abschreiben

Beitrag von Manitou » 03.08.2010 00:21

Das Zitieren einzelner Sätze / Abschnitte mit Quellenangabe ist im allgemeinen zulässig. Das Verbot des auszugsweisen Nachdrucks bezieht sich auf die kapitelweise Übernahme in Veröffentlichungen.

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Re: Abschreiben

Beitrag von Möckern-Peter » 03.08.2010 03:26

Na gut, zwischen Umgangssprache und juristischen Kümmelkörnern liegen bekanntlich Welten. Hier textet i.a. das Volk für das Volk, und solange das weiß was gemeint ist, ist es verstehbar. Ich z.B. bin gern wörtlich. Der Fahrkartenautomat geht nicht. > Stimmt, er hat ja auch keine Füße. Oder Wissen Sie, wie spät es ist? > Ja (und nix weiter) oder Wissen Sie manchmal, wie spät es ist? > Das weiß ich fast immer, denn ich lege meine Uhr nur zum Baden ab. oder Trägst du die Schuhe noch? > Nö, wenn dann ziehe ich sie an.[/i] Das gefällt mir: zu zeigen, welcher Blödsinn eigentlich dahergeredet wird. Aber jeder versteht ihn. Genauso wie ich gern un-englisch bin: Mailst du mir mal das update von dem design? > Ja, ich kann dir die Überarbeitung der Formgestaltung gern mal schicken. Ist immer lustig, wie doof der andere dann guckt.

Na jut, über das eigentliche, weswegen ich fragte, werde ich mich bei Magdeburg äußern.
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Re: Abschreiben

Beitrag von Sithis » 03.08.2010 20:28

Also ich finde, daß die Unterscheidung zwischen Quelle und Literatur nicht unbedingt nur hochwissenschaftliche Krümelkackerei ist. Es sollte eigentlich für jeden halbwegs intelligenten Menschen nachvollziehbar sein - wer natürlich z.B. die BILD als Quelle seines Wissens ansieht, na ja, da sind solche Erklärungen wohl sinnlos...(das bezieht sich natürlich jetzt nicht auf irgendwelche Forenmitglieder ;-) ) Mit "meine Quelle" assoziiere ich eher irgendeinen Geheimagenten, der einem bei Nacht und Nebel irgendwelche Dokumente in einer dunklen Seitengasse zusteckt.
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Re: Abschreiben

Beitrag von Manitou » 03.08.2010 22:47

Im wissenschaftlichen Sinne (z.B. einer Diplomarbeit) ist als Quelle die gesammte benutzte Literatur (bzw. Ton-/Videomaterial) aufzuführen. Getrennt ist nochmals die Herkunft von Zitaten (wozu auf die wörtliche Abschrift einzelner Abschnitte aus einer gesprochenen Quelle, z.B. zitieren aus einer Rede als Tonaufnahme/Film) anzugeben.

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Re: Abschreiben

Beitrag von Möckern-Peter » 04.08.2010 05:10

Hin und her und her und hin. Literatur kann/darf ("meine") Quelle sein (freilich nicht das einzige Medium).
Es ging ja auch nur darum, was ich darf und was nicht. Und ich denke, ich habe die Klippe der Blickpunkt-Quellenliteratur (huch, ich hab's!) doch gut umschifft. Will mich mit denen ja nicht anlegen, aber abschreiben erfordert weniger stress und ist zeitgünstiger als einen sinngemäßen Inhalt in eigene Worte fassen. Das war ja der eigentliche Sinn der Eröffnung dieses Themas.
Wenn mich mal jemand zitiert, dass am 19.03.1972 die 1200-979 auf der Messelinie MMrot gefahren ist, und das in meinem Notizbuch von 1972 steht, dürft Ihr natürlich gern entscheiden, ob dafür ich eure Quelle oder mein Notizbuch die Literatur ist, gröhl.
Fakt ist, ich wollte zum Magdeburger Großraumer für die Nicht-Abonnenten das Neueste aus BS bringen, ohne den BRD-pillepalle-Urheberscheiß wissentlich zu verletzen. Aber es ist ja nun quellenmäßig und literarisch ausgestanden: ich habe BS genannt und trotzdem nicht abgeschrieben, bis auf Satzteile in "...". Damit denke ich, auf der sicheren Seite zu sein, falls ein BSler hier liest.
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Re: Abschreiben

Beitrag von Sithis » 04.08.2010 15:43

Quellenliteratur gibt es nicht, jedenfalls nicht in der Wissenschaft ;-) . Dein Notizbuch wäre dann eine Quelle, auch wie es z.B. ein Tagebuch aus der Zeit wäre.

Ich halte es jetzt auch eher für unwahrscheinlich, daß das Magazin BS gleich mit nem Anwalt daherkommt, nur weil mal jemand ein paar Sätze im Internet zitiert...
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Re: Abschreiben

Beitrag von Möckern-Peter » 04.08.2010 16:25

Hehe, ich nehme doch eh das ganze eher ironisch und gelassen... :D :)
Nö, dann sind meine Büch'l auch Literatur!! Da steht nämlich drauf: Straßenbahnnummernsammlungen*, Band 3, von Peter Söffner. Ich bin also der Autor!!! Vielleicht nur ich (und die LVB) haben notiert, dass angenommen am 03.06.1971 die 1206-965 auf dem Kurs 717 der Li.29 fuhr, grins! (Ob die LVB die Wageneinsätzte von vor fast 40 Jahren noch weiß?? Ich ja; meine Weltliteratur, weil einmalig(!!), (deren Quelle die Wagen auf der Straße waren) gibt es noch heute; sie ist nur unbekannter als Goethe, gröhl.
(Ich habe auch 50 Kalender heeme. Lieber als ein ein Weltgemälde von Rembrandt oder Rubens, das Millionen kostet und das ich mir lebenslang angucken muss, sind mir 50 mal 12 Bilder für 100 Euro; ist halt abwechslungsreicher...)
Lass, ich habe nur noch 50 Jahre bis zur 100 und 56 bis zu Heesters; mich ändert eh keiner mehr.
(Und HIER ging es ja nur um die Veröffentlichungsfähigkeit einer Nachricht und nicht, ab wieviel Bäumen man Wald sagt und wann ein Heft ein Buch wird oder so, lmw. Damit ist die Sachfrage "Abschreiben" auch eigtl. "gegessen".)

*Kurzes Wort, hihi. Dass es Wagenumlaufberichte heißt, erfuhr ich erst mit 15, als ich bis 17 5 Ferien (also in der Summe 11 Wochen) lang Möckernsche Bahnen schrubbte und wienerte - zuerst die 22S+Reko-Züge, später die 1190er G4m.Bw. und ET/EB). Wollte nämlich nicht zur EOS, damit ich kein Grüntisch'ler wie unser letzter Bahnhofsleiter (studieren konnte er, Straßenbahnfahren nicht; zu seiner Entlastung hat er es immerhin noch gelernt) werde, wie man sie in der Firma sieht (Ahnung höchstens vom blasen, vom tuten eher nicht...); da lieber fahre ich meine Elektromobile selber: ist weniger wirklichkeitsfremd.
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