so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Rund um das Thema historische Straßenbahnfahrzeuge und Museumsstraßenbahnen
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koneggS
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von koneggS » 31.07.2010 20:42

Absolut krass. Aber immerhin ist im 1. Video der Lack beimn 1. Fahrzeug fast wie neu^^
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Sithis
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Sithis » 31.07.2010 21:05

Finde ich jetzt nicht unbedingt. Aber die Szene am Schluß hat was von Situationskomik: Der lustige Kerl mit dem Wagen stellt diesen auf die Gleise(vor die Bahn!), schaut erstmal fröhlich in die Kamera und winkt, bis er dann irgendwann dann dochmal den Wagen zur Seite rückt, weil der Fahrer bimmelt. :lol: :lol: :lol: :lol:
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Möckern-Peter
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Möckern-Peter » 01.08.2010 06:21

Man merkt an solchen Beispielen - z.B. wenn eine drehbare Basar-Schauwand in's Profil ragt und vor jeder Bahn aus dem Profil (und hinterher wieder hinein)gedreht wird - was sich die Kunstgründung Sowjetunion mit diesen nichtrussischen Völkern aufgehalst hatte (und weswegen es noch heute Zoff gibt - Stichwort Ossetien). Das sind eben "Orientalen"... Die Ukrainer sind nicht gut auf Russen zu sprechen (nach Jahrzehnten der Bevormundung), aber sie und die Weißrussen sind die einzigen, die wenigstens in's Raster einer russischen Zivilisation passen!! (Baltikum bewusst ausgeklammert: a) sind die genauso "kuriert" wie die Ukraine und b) gehören die zu der merkwürdigen, Europa vertikal durchziehenden Sprachfamilie Finnen/Esten/Ungarn/Albaner/Türken, die sich allesamt in den "großen 3" (germanisch, romanisch, slawisch) nicht unterbringen lassen. Menschenbild und Mentalität gebären dann die entsprechende Außenwirkung. Es wird also in Aserbaidshan usw. niemanden kümmern, wer wie womit Fahrpläne sabotiert - so es überhaupt Fahrpläne gibt... Und auch Fahrer und Betrieb stört das sicher nur "sehr bedingt" :)
Slawisch liegt mir am meisten: kannst ein was halbwegs, kommt man anderswo auch klar. Etwas Sprachbegabung gehört wünschenswert dazu. Nur dann sieht man "hinter das Wort" und erkennt, dworzec ist das Höfchen, woksal ist der Dampf(lok)saal und nadrazi heißt nix anderes als nur "an der Bahn" (kommt von draha). Viel ist allerdings ziemlich gleich. Ob Fahrt nun jesda, jazda oder jizda heißt...

Weiß wer, ob in Tschetschetschetschetscheniens Grosnyj (das heißt wörtlich übersetzt "schrecklich", wie zutreffend!!) irgendetwas an Rollmaterial überlebt hatte?? Die hatten ja auch KTM-5; man kennt aber auch die Bilder mit rauchenden Restern... Ich hatte mal die Weltnetzseite der Stadt offen, wo natürlich Bilder vergangener Tage drin waren. War eigentlich typisch russisch angehaucht und wirkte etwas wie eine Schwarzmeerstadt, Suchumi o.ä. Bedauerlich, wie man die Heimat in wenigen Jahren so in Grund und Boden ruinieren kann, nur wegen Zoff auf den bzw. mit dem Staat. Zum Glück sind wenigstens in Sarajewo wieder gesittete Zeiten eingezogen und ist das Baltikum gewaltsames Tauziehen erspart geblieben!

Leider - obwohl administrativ voll russisch - scheint ja wohl Kaliningrad im wahrsten Sinn des Wortes "auf der Strecke" zu bleiben. Die Straßenbahn scheint wohl aber auch allen Entscheidungsträgern am A... vorbei zu gehen. Schade eigentlich, da von der alten Stadt eh kaum viel übrig ist. Auch von dort sind ESW-Bilder (LOWA hatten sie ja auch) "selten" und damit wieder ein Zeichen, dass man mit diesen wohl nicht allzulange umherfuhr... Passt zum Thema Gotha-Exporte, das wir hatten.
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Tram1212
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Tram1212 » 01.08.2010 12:05

Hallo,

die Wagen aus dem Tschetschetschetschetscheniens Grosnyj wurden (wenn noch erhalten) an andere Städe abgegeben.

Grüße René
Alle sagten: Das geht nicht...
Dann kam einer, der wusste das nicht und hat's gemacht...

...and I walk the line...

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Möckern-Peter
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Möckern-Peter » 01.08.2010 14:42

Danke 1212, aber weißt auch, wieviel Nicht-Ruinen das noch etwa waren und wer die "geerbt" hat? Viel war ja da sicher nicht mehr übrig :( (Man hat sie wohl beim Straßenkampf noch halbwegs in die Bf. gekriegt, aber mit Treffern dort ging ja dann zumindest recht viel "gesammelt" krachen.)
Falls dort mal dauerhafter Frieden einziehen sollte, hätte ich ja eine Idee... (Aber dann müssten die auch am Wieder-Betrieb interessiert sein.)
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Möckern-Peter » 03.08.2010 04:12

Also der neueste BLICKPUNKT (4) führt aus, dass der Großraumzug - jawohl, es sind 441 ex 218 063 von 1964 und 566 ex 268 114 von 1963) "nach etlichen Jahren der ungenutzten Abstellung" am 04.07. innert 6 Stunden zum Bf. Stadtfeld ("ArtDepot") verbracht wurde, "wo er ein neues Zuhause und eine Verwendung zunächst als Schaustück finden soll ..." Auch hier die Rede von zunächst äußerlicher Aufarbeitung; die des Innenraums ist aber vorgesehen. BS schreibt weiter, dass eine alte Magdeburger Straßenbahn der "Wunsch der Eigentümerin Galina Brieger" war und sich ebenso der Wunsch der MSF nach sinnvoller Nutzung und Unterbringung erfüllt, war dieser Wagentyp zur Zeit seines Einsatzes auf der Li. 3 * genau dort beheimatet. Für den Modellbauverein war das Problem geschützter Unterbringung "Hauptgrund für die Verzögerungen bei der Aufarbeitung". Ferner verweist BS, dass es im Rahmen der Modellbahnausstellung 22.-24.10. in diesem Betriebshof damit möglich sei, öffentlichen Zugang zu dem Zug zu bekommen.
* Außerhalb der Li. 3 kenne ich nur noch Fotos von der Li. 12

Für mich ist damit alles in Butter:
a) er bleibt erhalten,
b) er steht sicher,
c) er wird hergerichtet,
d) er wird gepflegt.
Dass er nicht mit in Sudenburg steht, und dass er nicht fahren soll, tangiert mich äußert peripher: Es wurde eine brauchbare Lösung zum Wohl des Zuges gefunden und nur das ist wichtig!

Gleiche Ausgabe des BS berichtet weiter, dass der von der IG aus Rostock übernommene LOWA-Atw. 557 wohl ("wie zu hören war") ein Bw. werden soll - im Zusammenhang damit, dass man den Umformer wunschgemäß nach Rostock zurückgeschickt hat. Nun hat ja Magdeburg EB50/54 besessen und da kein eigenes Fahrzeug mehr vorrätig ist, problemlos nachvollziehbar. Nur: Es hat aber auch LOWA-Tw. gegeben (auffälligster Vertreter seiner Gilde der weitestgereiste Staßfurter...) Damit wäre ein LOWA-HTw. a) dessen ungeachtet trotzdem "erwünscht" und b) braucht man ihn ja eigentlich zum ziehen. Könnte zum Problem werden, denn die stehen nun wahrlich nicht mehr scharenweise herum. (Es sei denn, man kann den Chemnitzer abschwatzen, der ja dort als Wagentyp NIE existiert hat, und Chemnitz authentischer wäre beim Thema Schaltrad-Tw.)

In diesem Zusammenhang NOCHMALS der Tipp: Wer Verbindungen nach Berlin (nicht zur BVG, dort fällt es nicht auf fruchtbaren Boden) oder gleich zum DVN hat: NOCH ist der 3909 (ET57) als "Halbruine" (Leipzig 1332) vorhanden. Wer weiß, wie lange noch. Wenn man ihn wiederhaben will, bitte bald einleiten! (Ich nehme mal an, dass die LVB sicher keine Unsumme haben will...) Es wäre schön, wenn wir jmdn. in Berlin für die Rückholung begeistern könnten!
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von tatra 1206 » 03.08.2010 21:18

In Grosnyj wurden während des Krieges überwiegend KTM-5 vernichtet.
Die Tatras von Grosnyj (T3SU) wurden fast alle zum Teil noch vor den schweren Kriegshandlungen an Krasnodar abgegeben.

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Sithis
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Sithis » 03.08.2010 22:07

Also eine fahrfähige Aufarbeitung wäre doch schon besser. Bislang gibt es nur in Dresden ein fahrfähiges Exemplar dieser doch recht interessanten Fahrzeuggattung. In Berlin stehen Serienwagen wie Prototyp leider nicht fahrbereit herum.

Damit dürfte sich auch erstmal die Frage erledigt haben, ob der DVN Berlin einen Gothawagen gebrauchen könnte. Ich habe mit dem Verein zwar nix zu tun, aber angesichts dessen, daß dort noch Fahrzeuge stehen, die einen größeren Bezug zu Berlin haben, die jedoch nicht fahrbereit sind, dürften die Prioritäten eigentlich klar sein. Mehr als eine ausstellungsfähige Ruine würde da auch nicht herauskommen - im Depot steht davon ja schon genügend. Man würde vielleicht wollen, aber das Geld...abgesehen davon kann man dort ja mal anfragen, ob es irgendwelche Pläne in der Richtung gibt.
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Manitou » 03.08.2010 22:56

Ein T57 ist für Berlin nicht sehr typisch, da nur 10 Züge existierten (im Gegensatz zu 66 Großraumzügen und mehr als 200 Rekozügen). Außerdem ist der Wagen soweit verändert, daß ein Rückbau auf den Berliner Zustand (u.a. auch auf ZR) sehr aufwändig wäre und keine Beiwagen mehr beschaffbar sind. Schade ist es aber um den 724 001 (ex. 3901), der als Fahrschulwagen ein besonderes Einzelstück war. Dieser wurde meines Wissens verschrottet.

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Möckern-Peter
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Möckern-Peter » 04.08.2010 04:52

Sicher wäre der Magdeburger fahrfähig idealer, aber so ist er langzeitgesichert und das ist primärer als ob er mal die Straße sieht.

DVN... Ja, ist in mancher Stadt sicher so. Nur habe ich keine Beziehungen zum DVN, hier aber vielleicht jemand... Und die "3909" ist eben der letzte (neben dem auch-Berliner Schweriner). Und es ist eine Frage, wielange es ihn noch gibt. Ich meinte ja auch mehr in Hinblick "erst mal sichern, heimholen, dahaben". Der weitere Fortgang stünde ganz richtig in den Sternen, aber auch er würde zunächst überleben.
Der 724 001 ist doch nach Prora gegangen? So kenne ich es. Wenn Ihr mehr wisst, berichtigt bitte.

Na wenn Grosnyj die T3SU dann noch gehabt hätte, wären die auch bloß futsch. Ich meinte, hat überhaupt etwas überlebt (und wo ist es jetzt...)?
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Sithis » 04.08.2010 16:28

Angesichts dessen, daß in Prora viel verschrottet wurde, wäre das wohl beides gleichbedeutend.

In Sachen Umsetzungen von Gothawagen habe ich keine Ahnung. Haben vielleicht irgendwelche Gothawagen aus Woltersdorf eigentlich mal Berliner Gleise gesehen? Das wäre doch schon eher was :mrgreen: .
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von koneggS » 04.08.2010 19:18

Eher nicht, nur Magdeburg.
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Standi » 05.08.2010 00:41

Da waren die wohl zur HU in der HW Brückfeld? Übrigens Koneggs, ist es in Dresden nicht langweilig ganz niederflurig, ohne Tatras?

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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Möckern-Peter » 05.08.2010 06:23

Leihweises oder gänzliches hin und her zwischen Berlin und Woltersdorf gab es nur zur Holzwagen-Zeit. Bei einer existenten Gleisverbindung wäre es womöglich öfter passiert, aber auch denkbar, dass man die Bahn dann schon in Köpenick oder Friedrichshagen hätte starten lassen. Leichter als nach Schöneiche wäre es ja gewesen: jenes hätte man ja umspuren müssen. Da waren aber die Rekoteile-GR-Großraumer vielleicht nicht umspurfähig, da deren uralt-Drehgestelle bis zum Schluss drunter waren.
Im übrigen sei darauf verwiesen: Berlin war eine bezirksfreie Stadt, also im Status eines Bezirkes (so wie es heute ein "Land" ist), und die (mit Strausberg) 3 "Randbetriebe" waren Bezirk Frankfurt/O (wie heute Land Brandenburg). Das wäre dann ggf. an Kompetenzgrenzen gestoßen. Zumal die "Außenbahnen" langzeitig Teil des Kraftverkehrsbetriebes(!) - und damit einer völlig anderen wirtschaftsleitenden Institution - waren.
Den Fall gab es zwar mit Teltow im Bezirk Potsdam auch; nur hatte diesem ja das Politikum 1961 ein jähes Ende beschert, was (und auch nur noch eine Weile) zum kuriosen Inselbetrieb einer Berliner Straßenbahn im Strb.-sektor führte, wie er auch im S-Bahn-Sektor mit Hennigsdorf - Velten entstand, bis die Strecke für Gleichstrom-Stromschienen-Fahrzeuge abgerüstet wurde.

Was die Woltersdorfer erlebt haben: es sind doch ex-Schweriner dabei und einer ist ein Dresdener GR-Wagen aus der Reihe 213 201 - 213 215, wie sie auf der Cossebaude-Strecke typisch waren.
Auch im RAW (und damit auf Berliner Boden) waren diese Wagen als Woltersdorfer nie. Dort gewesen sind der ex-Schweriner Reko-Bw. (in Woltersdorf 92) bei seiner Geburt und der ex-Dresdener Tw. während der GR, aber eben als Dresdener.
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Re: so hier gehts weiter ... G4 Magdeburg

Beitrag von Sithis » 05.08.2010 14:28

Umspurungspläne für die SRS gab es schon sehr früh, nur würde das nie in die Tat umgesetzt. Eventuell hätte es ja bei manchen Streckenteilen Probleme gemacht. Es gab ja wohl Pläne, dreigleisig zu fahren und die BVG-Tram dann im Betriebshof wenden zu lassen. Das war aber noch zu Zeiten, wo es mehr Einwohner und ÖPNV-Nutzer gab. Heute kann man ja froh sein, daß die SRS immerhin alle 20 Minuten fährt.
Abgesehen davon hat doch vielleicht gerade die "exotische" Spurweite dazu geführt, daß so manch interessante Fahrzeuge auf die SRS gekommen sind. Hätte sich die Berliner Straßenbahn das Netz einverleibt, wäre es dort heute genauso langweilig wie in Berlin und bei irgendwelchen Stillegungsplänen hätte die Strecke doch mal dran glauben müssen. So kann man neben Beschleuniger-KT4D(die in Berlin ja schon eine Weile Geschichte sind) auch GT6 antreffen und neuerdings ja auch den KTNF6, was sogar ein kleiner Vorteil für die SRS ist, denn sowas bieten die meisten "grünen" Linien in Berlin nicht.
Gleiches gilt auch für Woltersdorf, nur daß dort die Spurweite ja nicht das Problem wäre.

Eigentlich ohnehin doch bemerkenswert, daß sich die beiden Netze bis heute eigenständig halten konnten. Das Berliner Netz hat sich im Laufe der Zeit auch etliche kleinere Bahnen einverleibt, die dann bei der Stillegung in West-Berlin oft leider auch dran glauben mußten.
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