Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

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Sithis
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Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von Sithis » 28.01.2010 21:33

Ich habe daheim ein paar Klingeln aus dem Gothawagen. Es handelt sich wohl um Teile eines ehemaligen Zwickauer Wagens. Nun überlege ich, ob man diese eventuell als Klingel für die Haustür verwenden könnte. Ich denke, eigentlich müßte es gehen.

Aber wie realisiert man es? Dazu bräuchte ich Informationen über die erforderliche Spannung, wie sich das mit dem Klingelstrom verträgt und so weiter. Wenn jemand was weiß, immer her damit.
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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von Manitou » 29.01.2010 00:08

Auf dem Gehäuse müßten Anschlußwerte stehen (verm. 12 V =). Probiere die Klingel mal über einen Modellbahntrafo (schrittweise hochregeln) oder eine Reihenschaltung von Monozellen (Spannung 1,5 V, Du mußt schrittweise bis zu 8 Stück in Reihe schalten), um festzustellen, bei welcher Spannung Klang und Lautstärke richtig sind.

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Sithis
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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von Sithis » 29.01.2010 00:21

Ich muß mal schauen, ich habe einen Märklin Z-Trafo. Da das 12V Gleichstrom sind, müßte es vielleicht gehen. Hab die Klingeln gerade nicht zur Hand, werde in einigen Tagen mal schauen.
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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von 24V » 19.11.2010 18:28

Die runden schwarzen ? Mit 12 V Gleichstrom geht zur Not, manche Exemplare nicht oder nur mit mäßigem Erfolg. Wechselstrom ist Gift. Also kein Märklin! Nennspannung ist 24 Volt, es geht zwischen 16 V und 32 Volt sicher.

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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von M73 » 19.11.2010 20:07

Irgend wie geht's auf alle Fälle.

Wie groß der Aufwand ist, hängt von der Betriebsspannung und vom Aufbau der (Tram)Klingel ab; der wirkt sich auf den nötigen Stromfluß aus.

Auch wesendlich beeinflußt die vorhandene (Tür)Klingelanlage die Vorgehensweise.

Einfache Haustürklingeln verwenden i.d.R. 8 Volt Wechselspannung.
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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von fahrmidda13 » 19.11.2010 21:54

24V hat geschrieben:Wechselstrom ist Gift. Also kein Märklin!
Märklin Z (auch "Mini Club") arbeitet mit dem verbreiteten Zweileiter-Gleichstromsystem, insofern sollte das kein Problen sein. Auch wüßte ich jetzt nicht, was daran so schädlich sein sollte, einen Elektromagneten mit Wechselstrom zu füttern.

Das Problem sehe ich eher in der Klingelanlage an sich: wenn es sich hierbei um ein modernes Wechselsprechsystem handelt, also die Klingel in Form eines "Tüdeldü" aus der Sprechstelle ertönt, ist es sehr umständlich, den Klingelstrom herauszutrennen, bei den ganz modernen Systemen mit Rückmeldung zur Außenstelle ist es aus meiner Sicht nahezu unmöglich.
Mit einer "Guten alten" Klingelanlage dürfte es dagegen keine Probleme geben. Spannung und Stromabgabe kann man dem Klingeltrafo entnehmen: er sitzt gewöhnlicherweise bei den Hausanschlußsicherungen. Die Spannung läßt sich nötigenfalls ja noch anpassen.
Bild

Zwei Fuzzies stehen auf einer Signalbrücke.
"Weißt du", sagt der eine, "wenn ich hier oben stehe und den Zug knipse, fällt irgendwie alles von mir ab."
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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von Manitou » 20.11.2010 00:24

Wechselstrom hat Märklin nur bei H0 (evtl. auch bei I). Bei TT, N und Z verwenden alle Hersteller 12 V Gleichstrom. Im übrigen lassen sich Fahrraddynamos (zumindestens älterer Bauart) sehr gut als langsam laufende Wechselstrom-Motore verwenden (mit einem Frequenzveränderlichen Trafo auch mit steuerbarer Drehzahl), daß Problem ist lediglich die Richtungswahl.

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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von M73 » 20.11.2010 09:40

... wenn es sich hierbei um ein modernes Wechselsprechsystem handelt...... ist es sehr umständlich, den Klingelstrom herauszutrennen, bei den ganz modernen Systemen mit Rückmeldung zur Außenstelle ist es aus meiner Sicht nahezu unmöglich.
Die meisten Hersteller haben hierfür ein passendes Modul. Selbst bei den üblichen Datenbus-Sprechanlagen sind Analog-Adapter erhältlich. Allerdings benötigt man oft örtlich eine zusätzliche Stromquelle.
Wechselstrom ist Gift
Wechselspannung an einer herkömmlichen Gleichspannungsklingel kann normal keinen Schaden an dem guten, alten Stück anrichten, sofern die Spannung nicht zu hoch ist (Ein Wechselspannungsläutwerk dagegen nimmt an Gleichspannung schon mal Schaden).
Eventuell geht da der Klingeltrafo in die Knie, doch der erholt sich wieder - Klingeltrafos sind nach VDE kurzschlussfest. Bei einer Sprechanlage könnte schon eher ein Schaden entstehen, falls diese nicht den nötigen Strom liefern kann. Meist verhindert dann eine Sicherung gröberes (gelegentlich aber auch nicht!!!).
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Re: Gothawagen-Klingel als Haustürklingel verwenden?

Beitrag von Ingolf » 28.02.2011 20:16

Die Klingeltaster waren zu DD- Zeiten auch an vielen Wohnungstüren als Klingeltaster im Einsatz.
Da bei den Gothawagen die Batteriespannug 24V und die Wohnungstür- Klingelanlage meist 6V beträgt, dürfte es eigentlich keine Probleme geben :roll:

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