Defintion Klein-, Mittel- und Großbetriebe

Sonstiges zum Thema Straßenbahnen: Hier wird über das diskutiert, was thematisch nicht in die anderen Foren passt
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joschie99
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Defintion Klein-, Mittel- und Großbetriebe

Beitrag von joschie99 » 11.07.2019 13:25

Gibt es eigentlich eine klare Defintion wie man Klein-, Mittel- und Großbetriebe bei Straßenbahnbetrieben voneinander unterscheiden kann? Welche Parameter kommen hierbei zur Anwendung? (Linienlänge, Linienanzahl, Wagenzahl, Fahrzeugauslastung, Taktfrequenz...)

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Sithis
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Re: Defintion Klein-, Mittel- und Großbetriebe

Beitrag von Sithis » 11.07.2019 18:53

Das ist mal eine gute Frage!

Leider ergab auch eine Internet-Recherche eher wenig, bis auf den Hinweis, daß diese Begriffe auch in der Wirtschaft vorkommen. Demnach wäre ein Kleinstunternehmen mit maximal 10 Mitarbeitern(schätze mal, so kleine Betriebe gibt es nun echt nicht oder nicht mehr), ein Kleinunternehmen maximal 50, ein mittleres 250 und darüber wäre es ein Großbetrieb.
Da ja die Linienanzahl- und länge usw. auch mit dem Mitarbeiterbedarf zusammenhängt, kann man das schon ungefähr als Richtlinie nehmen.
Natürlich muß man berücksichtigen, ob der Betrieb auch Busleistungen usw. erbringt und dann den Straßenbahnanteil herausrechnen.

Ich las mal, daß Woltersdorf so um die 20 Mitarbeiter hat, ergo wäre es wohl nach jedem Gesichtspunkt ein Kleinbetrieb.
Gera wäre ein Mittelbetrieb, mit 240 Mitarbeitern schon an der Grenze, aber sicher zählt man auch Busfahrer dazu, insofern wäre die Einordnung schon passend.
https://www.gvbgera.de/unternehmen/zahlen-und-fakten/
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joschie99
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Re: Defintion Klein-, Mittel- und Großbetriebe

Beitrag von joschie99 » 11.07.2019 19:50

Sithis hat geschrieben:
11.07.2019 18:53
Das ist mal eine gute Frage!

Leider ergab auch eine Internet-Recherche eher wenig, bis auf den Hinweis, daß diese Begriffe auch in der Wirtschaft vorkommen. Demnach wäre ein Kleinstunternehmen mit maximal 10 Mitarbeitern(schätze mal, so kleine Betriebe gibt es nun echt nicht oder nicht mehr), ein Kleinunternehmen maximal 50, ein mittleres 250 und darüber wäre es ein Großbetrieb.
Da ja die Linienanzahl- und länge usw. auch mit dem Mitarbeiterbedarf zusammenhängt, kann man das schon ungefähr als Richtlinie nehmen.
Natürlich muß man berücksichtigen, ob der Betrieb auch Busleistungen usw. erbringt und dann den Straßenbahnanteil herausrechnen.

Ich las mal, daß Woltersdorf so um die 20 Mitarbeiter hat, ergo wäre es wohl nach jedem Gesichtspunkt ein Kleinbetrieb.
Gera wäre ein Mittelbetrieb, mit 240 Mitarbeitern schon an der Grenze, aber sicher zählt man auch Busfahrer dazu, insofern wäre die Einordnung schon passend.
https://www.gvbgera.de/unternehmen/zahlen-und-fakten/
Danke für die Hilfestellung. Die oben von mir genannten Begriffe fanden hauptsächlich zu DDR-Zeiten Anwendung. In verschieden zeitgenössischen bzw. rückblickenden Straßenbahn-Publikationen werden hier Berlin, Leipzig, Dresden und Halle als Großbetriebe benannt. Auch Chemnitz bzw. Karl-Marx-Stadt zumindest noch zu den Zeiten als das Schmalspur-Netz noch vollständig in Betrieb war. Bei anderen Betrieben, wie z.B. Halle und Magdeburg scheinen sich die Autoren selbst nicht so recht einig zu sein? Da sie mal als Groß- und mal als Mittelbetrieb mit damals 15 bzw. bis zu 12 Straßenbahnlinien eingrupiert werden.

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Sithis
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Re: Defintion Klein-, Mittel- und Großbetriebe

Beitrag von Sithis » 12.07.2019 09:34

Hm - Halle und Magdeburg sind ganz sicher Großbetriebe. Diese erhielten ja auch T4D - die ja für solche vorgesehen waren. KT4D waren ja ursprünglich eher für Klein- und Mittelbetriebe konzipiert, auch wenn es ja nicht immer so gehandhabt wurde.
Potsdam würde ich auch eher als Mittelbetrieb einstufen, dort hatten die ja bekanntlich ihren Einsatzanfang.
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joschie99
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Re: Defintion Klein-, Mittel- und Großbetriebe

Beitrag von joschie99 » 12.07.2019 11:25

Sithis hat geschrieben:
12.07.2019 09:34
Hm - Halle und Magdeburg sind ganz sicher Großbetriebe. Diese erhielten ja auch T4D - die ja für solche vorgesehen waren. KT4D waren ja ursprünglich eher für Klein- und Mittelbetriebe konzipiert, auch wenn es ja nicht immer so gehandhabt wurde.
Potsdam würde ich auch eher als Mittelbetrieb einstufen, dort hatten die ja bekanntlich ihren Einsatzanfang.
Zumindest bzgl. Linienlänge und Linienanzahl stimmt die Definition Großbetrieb für Halle und Magdeburg und Mittelbetrieb für Postdam definitiv.

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