Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Sonstiges zum Thema Straßenbahnen: Hier wird über das diskutiert, was thematisch nicht in die anderen Foren passt
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M73
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von M73 »

Ich erweitere mal von Fahrer auf Kontrollschaffner :mrgreen: :
http://www.abendzeitung-muenchen.de/gal ... 39e33.html
Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch .
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Sithis
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von Sithis »

Daß die Automaten kein Geld wollen, kann aber durchaus mal vorkommen. Selber schon erlebt.

Ja, und "das ist ja gar nicht mein Fahrad..."
Ich bin 2010 mal mit dem Zug gefahren, wegen der 20 Jahre Wiedervereinigung und dem Pauschalpreis-Ticket für 20 € war alles gerammelt voll. Drum mußte ich auf dem Gang Platz nehmen, neben diversen Koffern. Einige davon standen im Eingang. Ich wurde von der Schafferin dann auch gefragt, ob das meine wären, was ich verneinte...ist ja nicht mein Bier, was die mit fremden Koffern machen. Meinetwegen auch an der nächsten Haltestelle Tür auf und rauswerfen...höhö.
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fahrmidda13
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von fahrmidda13 »

Drum mußte ich auf dem Gang Platz nehmen, neben diversen Koffern. [...] Ich wurde von der Schafferin dann auch gefragt, ob das meine wären, was ich verneinte
Optionale Antwort (für den Wiederholungsfall):
"Klar, ich hab bisher alle meine Umzüge mit der Bahn abgewickelt." :lol:
Bild

Zwei Fuzzies stehen auf einer Signalbrücke.
"Weißt du", sagt der eine, "wenn ich hier oben stehe und den Zug knipse, fällt irgendwie alles von mir ab."
"Schön" sagt der andere. "Hauptsache, es fällt mir nicht in die Fotolinie."

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Sithis
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von Sithis »

Und dann soll ich den Krempel noch umordnen? Ne ne ne...
Wenn die Leute die Dinger nicht auf die Gepäckablage wuchten wollen, selber schuld.
Hatte auch schon so einen Arsch, der den Gang mit einem Koffer der Sorte extrabreit versperrte, so daß sich alle vorbeiquetschen mußten...gut, ich nicht...da die anderen Fahrgäste sich auch nicht beschwerten, auch da selber schuld.
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M73
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von M73 »

Vielleicht ist auch eine gewisse "Restschuld" mit der Koffermisere bei der Bahn zu suchen. Früher konnte man die Koffer recht bequem an jedem Halt abgeben, an praktisch jedem Zug war ein Packwagen dabei – heute …Servicewüste BRD…
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M73
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von M73 »

"Klar, ich hab bisher alle meine Umzüge mit der Bahn abgewickelt."

Dazu fällt mir ein Münchner Werbespruch aus den 50gern wieder ein:

Zum Umzug nimm an Spediteur
und nicht die Münchner Trambahn her.
:mrgreen:
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Sithis
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von Sithis »

Ein Gepäckwagen wäre durchaus praktisch. Aber wie hat man das früher überhaupt gemacht? Mußte dann an jedem Ausstieg noch gewartet werden, bis das Gepäck rausgegeben wurde? Anders wäre es ja schlecht machbar. Heute bei den 2 Minuten Aufenthalt maximum im Bahnhof kaum mehr machbar, und trotz der engen Fahrpläne gibt es Verspätungen in Massen.
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M73
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von M73 »

Abgabe und Annahme war immer am Schalter, ausgenommen für Späthspurter und an Bamperlhalten (Kleisthaltepunkte und kleiner Bahnhöfen). Sobald Bahnhofspersonal da war, wurden die Koffer (aber auch Fahrräder ect.) vom Örtlichen entgegen genommen und dann an die Reisenden abgegeben, auch wenn dieses unmittelbar am Gleis erfolgte. Sonst direkt über den Schaffner.

Bei Umsteiger konnte es auch sein, daß die Koffer über einen anderen Weg zum Ziel fanden. Gerade an Großbahnhöfen mußte man durchaus auch mal eine halbe Stunde warten, bis der Koffer vom Zug auf den Akku-Kuli und über die Katakomben des Bahnhofs zum Schalter fanden.

Das sah dann so aus:

http://www.bahn-nostalgie-reisen.de/med ... burg12.JPG

http://us.123rf.com/400wm/400/400/henkb ... rgrund.jpg
http://us.123rf.com/400wm/400/400/auldm ... ahnhof.jpg
Auf fast allen Bildern siehst Du als "Beiwerk" (Irgendwo habe ich diesen Begriff doch schon mal gehört :mrgreen: ) die Kofferkarren, die mit Akku-Kisten gezogen wurden
http://www.doku-des-alltags.de/BDMuench ... f%202.html
http://www.doku-des-alltags.de/BDMuench ... %20Hbf.jpg
http://www.doku-des-alltags.de/BDMuench ... bf%202.jpg
http://www.bundesbahnzeit.de/galerien/E ... %20624.jpg
http://bilder.strasse-und-schiene.de/da ... r_kuli.jpg

Auch Stückgut wurde so transportiert:

http://www.doku-des-alltags.de/BDMuench ... bf%202.jpg


Heute Gibt es so was nur noch für die Versorgung der Bordrestaurants:

http://img525.imageshack.us/img525/2492 ... 260oi9.jpg
Ich weiß noch, daß man regelrecht über diese Dinger auf allen Bahnhöfen gestolpert ist, doch richtig Fotografiert hat wohl kaum einer die Fahrzeuge.
Ich habe zumindest nicht viel Aussagefähiges im I-Net gefunden.

Schon erstaunlich, daß oft so einfache Dinge, regelrecht übersehen und durch ihre Alltäglichkeit und Selbstverständlichkeit oft nur Mangelhaft dokumentiert werden.
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Manitou
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von Manitou »

Bei der DR gab es 3 Versandarten:

- Reisegepäck: wurde am Schalter aufgegeben bzw. abgeholt (nur für Reisende, Fahrkarte muß vorgelegt werden)
- Expreßgut: wurde am Schalter aufgegeben bzw. abgeholt, jedoch als Frachtsendung ohne Reisende
- Traglasten / Gegenstände auf Fahrradkarte: Durch den Reisenden am Gepäckwagen abzugeben / abzuholen oder im Traglastenabteil zu befördern

Anstrich 1+2 ggf. auch als Haus-Haus-Sendung / Haus-Schalter-Sendung (am Bf abliefern, in's Hotel/Ferienheim zustellen bzw. umgekehrt).

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Möckern-Peter
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von Möckern-Peter »

Ich mache hier mal wieder meine allseits "geliebten" Züge
Elsterwerda - Berlin - Stralsund
(> Ahlbeck Kur; Swinemünde Urlaub)
madig, die mehr Beratungsmuster eines Fahrradladens (heute -shops) darstellen als Reisezüge sind!
Platzsparend wäre ja schon, könnte man die gakeligen Lenker - sächsisch: etwas das gakelt, ragt irgendwo hin(ein) - um 90° in die Fahrrad-Längsachse bringen. Doch selbst wenn, täte es Fahrrad"user"-Egoist sicher genauso "intensiv" wie nur wenige Mütter begriffen haben, dass man heutzutage x% der Kinderwagengriffe klappen kann...

Jedenfalls erinnerte ich mich da auch mal des guten alten Packwagens, der seinerzeit am Reisezug hing...
(Wobei mir der Begriff Packwagen da eher gewisses Pack assoziiert, das dahingehörte, offiziell aber als Reisende firmiert, diese aber karikiert.)

Für mich jedenfalls der Grund, den Weg ostodrisch via Küstrin - Stettin zu reisen: man lebt einfach ruhiger.
Und wenn ich die Wahl zwischen einem - sog. - Regional"express", der an jedem Baum hält, und einer richtigen Regionalbahn habe, dann ist die der Polskie Koleje Panstwowe sicher billiger. Und auch ob eines ca. 50-j. PKP-Triebzuges kann ich mit jenem leben und sehne mich gar wenig nach den Doppelstöckern der DB :-)
Wenn alle Betriebe nur T6/KT4(t)/KT8 verwenden würden, wäre die Welt eintöniger. Schöner wäre sie trotzdem!

Zazní-li výstraha, opust'te dverní prostor!

Kava je balzam za srce in duso. (slowen.: Kaffee ist Balsam für Herz und Seele) Giuseppe Verdi
Gustav Mahler ergänzte: Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Leib und Seele.

Prosimo se med voznju ne pogovarjete z voznikom!

Kein Sarkasmus liegt mir völlig fern :-)

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Sithis
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von Sithis »

Man müßte einfach die Fahrradbeförderung verbieten oder nur sehr limitiert erlauben, dann wäre Ruhe. Aber dank irgendwelcher Pseudo-Öko-Heinis in der Politik denken die "Pedalritter" ja nun, sie schonen die Umwelt und das Klima und können sich sonstwas erlauben. Eine Zeit lang wollte man sogar in Berlin die BR481 der zweiten Sitzreihe im Fahrrad- und Gepäckabteil berauben, um dann dort Befestigungsmöglichkeiten für die Räder anzubieten. Wäre allerdings Quatsch, weil 1. in das tolle Abteil eh nur 4-6 Fahrräder passen und 2. die meisten daher an Türen angelehnt werden und 3. viele Leute eh nur 2-3 Stationen damit fahren(eine Distanz, die man auch gut auf dem Ding selber überwinden könnte).

Mir ist sowieso unklar, warum man nun unbedingt in der Stadt mit dem Rad fahren muß. Ich tat es früher auch, aber nur auf einem kurzen Stück. Zeitweilig mußte ich ein gewisses Stück weiter fahren, weil die Sporthalle der Schule saniert wurde, und das durch "Prenzlberg". Das heißt, Hunde, ihre Hinterlassenschaften, enge schlecht einsehbare Straßen, alle 5 Meter ein Café oder andere Läden, die sich auf dem Gehweg breit machen und andere Widrigkeiten. Die Lust vergeht einem da schnell.

Im Übrigen meinte doch mal jemand im Forum, daß die Fahrgäste in Prag angeblich nicht so vertrottelt wären wie die hierzulande. Kann ich nicht bestätigen. War die Woche dort und habe die gleichen Dinge wie hierzulande erlebt. Rein in die schließende Tür, zwei Meter vor der herannahenden Bahn auf die Straße springen, weil man so ja drei Sekunden spart oder das Telefon ablenkt und so weiter. Einer meinte, dem Fahrer auch noch ewig mit dem Mittelfinger hinterherwinken zu müssen, weil der die Türen nicht nochmal aufmachte, da er gerade abfahren wollte. Bei einer Bahnlinie, die alle 4 Minuten fuhr...wer es nötig hat?
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von bim »

Sithis hat geschrieben:Man müßte einfach die Fahrradbeförderung verbieten oder nur sehr limitiert erlauben, dann wäre Ruhe.
Naja, verbieten muss man es nicht gleich, aber über einen Fahrpreis, der in einem angemessenen Verhältnis zum beanspruchten Platz steht (also etwa das Dreifache eines Einzelfahrscheins) ließe sich das gut regeln. Mitnahme auf Zeitkarten streichen, Fahrradzeitkarten zum Dreifachen der Menschenmonatskarte - schon können auf einmal fast alle wieder selbst strampeln.
Sithis hat geschrieben:Einer meinte, dem Fahrer auch noch ewig mit dem Mittelfinger hinterherwinken zu müssen, weil der die Türen nicht nochmal aufmachte, da er gerade abfahren wollte. Bei einer Bahnlinie, die alle 4 Minuten fuhr...wer es nötig hat?
Korrekt, saublöde Fahrgäste gibt es überall, wo es Fahrgäste gibt ...
Nur eine kleine Minderheit, die leider sehr unangenehm auffällt.
So long

Mario

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Möckern-Peter
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

Beitrag von Möckern-Peter »

Ja, aber es ist der "Frechheitsquotient", verbunden mit dem mangelnden Unrechtsbewusstsein.
Insofern ist mancher, der - trotzdem - für die Firma "ein sehr geehrter" ist, für mich der "letzte Kunde"...
Und da kommt man am weitesten: igno und überflüssige Kontaktierung meiden.
Heißt auch, meine Zeit ist mir zu schade, um mich mit Füßen auf dem Sitz o.a. zu befassen! Wenn es die umsitzenden schon nicht stört... Dann machst du Heidenradau, der Typ steht auf und sagt: Gleich, da... Du sagst, ich fahre nicht weiter, und die Leitstelle sagt: wegen soetwas blockieren wir doch nicht die Strecke... Und da sich keine Fahrgäste (mehr) finden, die sich trauen, Mr.X eigenhändig und ggf. eigenfüßig aus dem Waggon zu befördern, und auch kein Blaulicht aus der nächsten Seitenstraße gerast kommen wird, fährst du also... Dreistigkeit hat wieder mal gesiegt, der Typ feixt sich in's Fäustchen und du hast dich voll "zum Ei gemacht", und bedroht wurdest ja ggf. auch. Also lässt du das, sagst dir - analog "alles Schlampen außer Mutti" - umgemünzt "alles Idi's außer ich wenn ich Fg. bin" und versuchst, das Beförderten-Potenzial garnicht zu visualisieren geschweige kommunizieren. Kommt mal ein fan, bemerkt man das und kann dann auch anders reagieren.
Ich ging z.B. in Prag-Hostivar zu einem KT8, um etwas zu fragen. Die Reaktion war: Schiebefenster zu. Damals habe ich mich gewundert; heute könnte mir das auch passieren...

Jawohl, Kfz.-Steuer nicht nach "Heberaum", sondern nach eingenommenen m2 Verkehrsfläche,
Fahrrad- u. Kiwa-Fahrkarten GENAUSO!!

Hier gibt es das Sozialticket, privat nenne ich es "assi-Fahrkarte".
Mama sitzt auf einem Sitz des 4er-Abteils. Neben ihr "sitzt" der Einkauf (3 Beutel).
Gegenüber tollt Junior stehend auf dem Stuhl, der vierte gehört dem anderen Junior, der grad tollend im Wagen von vorn nach hinten unterwegs ist (oder umgekehrt)...
Und auf dem Stellplatz steht Kiwa, mit oder ohne #3 (manchmal ist der Beutel-Transporter, oder der Junior sitzt entnommen auf ihrem Schoß).
Die Firma ist stolz auf den "Kundenzuwachs". Quantitativ sicher korrekt. Aber letztlich wird der Platz für 6 Menschen verbraucht (Kiwa. = 2), und gezahlt für 0,5 !
Da gibt es Plakate "dank des neuen "tickett" können wir nun öfter zur Oma fahren". He, das ist Privatsache! Entweder wird gezahlt oder die Oma wird eingeladen. Soziale Unterstützung hätte ich akzeptiert bei 2 Tageskarten je Monat. Wege wie Sozial-, Arbeits-, Jugendamt, Arzt und Einkauf kann man bündeln und auf 2 Tage drängen, und das "Spaßbad" ist und bleibt Privatsache. Aber man ist stolz auf die "Teilhabe an der Mobilität", was konkret heißt: ab mit Luftballons zum Konsum-Fest... Hier kommt eben so gar nicht der kapitalistische Ökonom durch, der sonst sagt: Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch. Kunststück: die Fehleinnahme wird ja gewiss über die Obolusse der richtig zahlenden und zudem eh schon steuerzahlenden ausgeglichen. Es ist und bleibt so: wer arbeitet, ist in diesem Staat eigentlich doof.
Und die Fahrrad-story ist ähnlich wie die Kiwa.-story: Platzverbrauch. Und die stapeln das 5. auf die Plattform, da sagt nicht #4, es ist voll, ich darf nicht. Da sagen #4 u. 5: ich habe ein RECHT darauf. Komisch, das wissen sie. Und dann fahren die faulen 1 oder 2 Hst. Hallo, Pkw.-Fahrer steigen nur ganz selten am Parkplatz in die Bahn um, obwohl sie es sollten und nur 1 Platz verbraucht würde; die Radler "müssen" das... Klar kann man von Dorf/Siedlung nach Meusdorf radeln, aber dann bleibt es dort für den Rückweg und wird nicht in die Bahn geschleppt! Wiegesagt: es sind keine Falt-Fahrräder und Lenker können auch nicht in Fahrrad-Längsachse gedreht werden.
Auch meine ich, ein Fzg. mit intakten Rädern kann selbst fahren und muss nicht verladen werden.
In der DDR hat es auch funktionniert und man hat sich dran gehalten!!
Dass wir oft nur Randgruppen-Transporter sind (für Autolose), klar. Aber wir sind eben auch Gütertransporteure aller Art. Fahrradanhänger mit Schrott z.B.
Mit mir fuhr mal ein Moped von Grünau-Süd bis Gießerstr. in der 2 - denkt ihr, ich würde einem Hell's Angel verbieten, seine Harley 'reinzuschieben?? Ist doch usus in Leipzig, bis zu Kühlschränken und Umzugsgut...

In L fällt sicher auch nur eine Minderheit durch definitive Unverschämtheit, Dreistigkeit, Frechheit auf, dafür ist die Quantität derer, die durch Minderbegabung, Unrechtsbewusstseinsmangel und übermäßiges Anspruchsdenken auffällt, groß. Vielleicht korrespondiert es mit der Bevölkerungsintelligenz, leider auch inzw. bei DDR-geborenen. Schule war eben nicht bei jedem kostenlos, manchmal auch umsonst...
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Sithis
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Re: Unfreundliche Fahrer - oder saublöde Fahrgäste?

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M73 hat geschrieben:Vielleicht ist auch eine gewisse "Restschuld" mit der Koffermisere bei der Bahn zu suchen. Früher konnte man die Koffer recht bequem an jedem Halt abgeben, an praktisch jedem Zug war ein Packwagen dabei – heute …Servicewüste BRD…
Ein weiteres Problem, was ich beobachte, daß die Gepäckhalter in den Wagen sehr oft ein Witz sind...bin letztens wieder Zug gefahren und der Koffer(gar nicht so groß, aber auch kein Aktenköfferchen) paßte nicht in die Ablage...zum Glück war leer genug, so daß der Koffer neben mir stand im 1.-Klasse-Zweier...
Diese Koffer-Fächer in den Wagen(z.B. ICE mittig) sind auch ein Witz. Da passen maximal 2-3 Koffer rein und der Rest der Fahrgäste läßt die dann sonstwo. Wenn man die Wagen nur ein kleines Stück höher bauen würde, könnte man anständige Fächer anbieten. Ich meine, Doppelstockwagen und auch der ICE-Speisewagen(dessen Höhe wäre schon mal sinnvoll) zeigen, daß dies kein Problem sein kann. Die Wagen sollten nur nicht als Sardinenbüchse daherkommen, dann klappt es auch mit der Unterbringung.
Ist aber nicht so - dementsprechend hat man die Mischung aus immer größer werdenden Koffern und immer engeren Zügen.
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Das, v.a. das letzte, ist in der Tat voll auf den Punkt, leider!
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