Nebenjob Straßenbahnfahrer

Sonstiges zum Thema Straßenbahnen: Hier wird über das diskutiert, was thematisch nicht in die anderen Foren passt
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Sithis
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Nebenjob Straßenbahnfahrer

Beitrag von Sithis » 14.04.2007 17:18

Interessant:

http://www.stefan-loewe.de/strassenbahn/

Jetzt frage ich mich, wie sowas möglich sein kann.
Ist das nicht ne richtige Ausbildung, die drei Jahre dauert?
Hier hat sie einer scheinbar neben dem Studium gemacht.
Zynismus ist der geglückte Versuch, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist. - Jean Genet

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koneggS
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Beitrag von koneggS » 14.04.2007 22:39

Kannst du amchen wie du willst. Theoretisch machst du einfach die Fahrprüfung und dann kannste dich einstellen lassen. Als Ausbildungsjob dauert das 2 oder 3 Jahre.
Ist ja beim Lokführer genauso, da gibts Ausbildungen, die dauern 2 Wochen (Abellio Rail, da isses vor kurzem passiert, dass der Steuerwagen ausfiel, die Lok umsetzen musste und der Lokführer nen DB-Rangierer mieten musste, weil er mit seiner mangelhaften Ausbildung nicht in der Lage war, zu rangieren) oder eben die klassische 2-Jahresausbildung z.T mit Schlosserlehre usw...
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Sithis
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Beitrag von Sithis » 14.04.2007 22:47

Na ja, einfach die Fahrprüfung - aber vorher muß man doch irgendwas gemacht haben?
Man kann ja sicher nicht einfach hingehen und sagen, man macht jetzt die Prüfung. Beim Auto-Führerschein muß man ja auch eine gewisse Mindestzahl an Stunden absolviert haben, bestimmte Fahrten und die theoretische Prüfung bestanden haben, bevor man praktisch ran darf :) .
Oder kann man quasi wie bei der normalen Fahrschule die benötigten Stunden sammeln? Man ist da ja nicht an eine gebunden.
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Tatra-Fan
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Beitrag von Tatra-Fan » 15.04.2007 09:46

zum FiF (wie es heute heisst) dauert es normalerweise 3 Jahre, dazu braucht man einen PKW(+LKW)-Führerschein. Fahren darf man dann ab dem 21. Lebensjahr!
T4D-Fahrerkabinen Besitzer, danke an die fleißigen Spender! :mrgreen:

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Jörg
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Beitrag von Jörg » 15.04.2007 11:18

Ich denk mal schon, dass das 3 Jahre dauert. Hier in Karlsruhe suchen die Verkehrsbetriebe ständig Studenten als Aushilfsfahrer, Bedingung ist allerdings, dass sie noch mindestens 3 Jahre in Karlsruhe studieren.

bimmel
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Beitrag von bimmel » 15.04.2007 19:14

Tag!

Die AUSBILDUNG zur Fachkraft im Fahrdienst mit Straßenbahen dauert 3,5 Jahre.
Die reine Fahrschule zum Erwerb der Personenbeförderungserlaubnis und führen des Fahrzeuges dauert 3 Monate. Damit ist man stinknormaler Straßenbahnfahrer.

Es grüßt
Bimmel

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Sithis
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Beitrag von Sithis » 15.04.2007 21:51

Und was genau ist der Unterschied?
Sicher wird eine "Fachkraft im Fahrdienst" doch etwas mehr ausgebildet sein als jemand, der daß mal eben in 3 Monaten macht.
Ansonsten könnte doch quasi jeder diese Ausbildung machen.
Oder kostet die Geld?
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bimmel
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Beitrag von bimmel » 16.04.2007 19:47

Der Unterschied ist, dass bei der Ausbildung in alle Bereiche des Verkehrsbetriebes geschaut wird. Verwaltung, Kundenservice usw. Wobei bei dem normalen Strassenbahnfahrer nur das Fahren gelernt wurde.

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Beitrag von Sithis » 18.05.2007 15:45

Also in Berlin bietet man neuerdings wohl wieder diese 3-jährige Ausbildung an. Vorher mußte man alles extra machen.

Und die dreimonatige Ausbildung nur für den Fahrbetrieb muß man wohl selber bezahlen - und angeblich sollte man schon einen Beruf haben, damit man es darf.
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M73
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Re: Nebenjob Straßenbahnfahrer

Beitrag von M73 » 23.09.2008 09:47

Ich kann mich an einen Zeitungsartikel aus den 80gern oder 90gern erinnern, daß Studenten einige Jahre in München im U-Bahn-Fahrdienst in der Hauptverkehrszeit "ausgeholfen" haben.
(oder war's nur angedacht ?? schon wieder ewig her)
Davon habe ich die letzten Jahren aber nix mehr gehört.
Dort ist´s ja "einfacher"; in der U-Bahn wird ja seit Jahren "nur noch" der Fahrschalter gedrückt und der Wagen startet und bremst über LZB Vollautomatisch. "Da muß man nicht viel können". (nicht ernst gemeint!!!)

In München dauert die Ausbildung zum Tramfahrer etwa 2-3 Monate. Man darf dann innerhalb der MVG Trambahnen fahren.

Hab mir sagen lassen, daß die Ausbildung sau schwer sein soll. Nur die Besten "überleben"; meist nicht mal ein Viertel der Azubis. Kann mir dann nicht vorstellen, daß man so ne Ausbildung neben dem Studium schafft oder man hat eigentlich kein ernstes Interesse an seinem Studium; oder man ist ein "Superkind".

Für U-Bahn gibt's einen weiteren Kurs.

Bei einer 3 (1/2) jährigen Ausbildung wie z.B. in Berlin wird man von vielen Betrieben in Deutschland als Fahrer anerkannt und bekommt bei einer Einstellung nur eine kurze Betriebs- und Fahrzeugspezifische Schulung.

Die MVG geht bevorzugt dazu über kombinierte Tram-, U-Bahn- und Busfahrer einzustellen. Die sind flexibler einsetzbar. Aber auch "Richtungsreine" Bewerber bekommen ihre Chance.
Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch .
(Karl Valentin, Münchner Volksschauspieler und Humorist)

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Re: Nebenjob Straßenbahnfahrer

Beitrag von Sithis » 23.09.2008 13:19

Na ja, also aus Frankfurt (Main) und Bochum weiß ich, daß dort studentische Straßenbahnfahrer(auch Stadtbahn) unterwegs sind. Auch in Dortmund ist das wohl so. Dürfte zwar anspruchsvoll sein, aber irgendwie schaffen die es ja schon.
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Re: Nebenjob Straßenbahnfahrer

Beitrag von Tatra-Fan » 03.10.2008 00:09

In Cottbus gibt es auch Strabfahrer als Nebenjob.
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Re: Nebenjob Straßenbahnfahrer

Beitrag von Sithis » 09.10.2008 13:36

Tatra-Fan hat geschrieben:In Cottbus gibt es auch Strabfahrer als Nebenjob.
Ehrlich jetzt? :lol:
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Re: Nebenjob Straßenbahnfahrer

Beitrag von Maiko » 09.10.2008 22:16

Ja das stimmt . Ich kannte mal so eine Fahrer ,er hat mit mir sogar eine kostenlose Führerstandsmitfahrt auf Linie 3 mit den Tw 109 gemacht plus Kopf einziehen an der Stadthalle .

Viele Grüsse aus Cottbus
Von Maiko
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Re: Nebenjob Straßenbahnfahrer

Beitrag von Sithis » 09.10.2008 22:46

Ok, aber ich wollte darauf hinaus, daß die Tatsache, daß in CB studentische Fahrer arbeiten, im Link in meinem Ausgangspost beschrieben wird, und jemand dann später bemerkt, in CB fahren studentische Fahrer. Das ist der Gag :lol: .
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