Mit 1276-1275-2148 durch Magdeburg

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Möckern-Peter
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Mit 1276-1275-2148 durch Magdeburg

Beitrag von Möckern-Peter »

"Man kann es natürlich verkomplizieren...
Eine Bahn fährt nun mal nach Nord, mal Stück'l nach Ost, biegt kurz nach fast Süd ab, um dann länger gen Westnordwest zu fahren, auch mal im Bogen, weil die Ahnen dereinst mal eine krumme Straße legten... Und die Sonne scheint nun mal schon 13.12 woanders als 12.56... Und manchmal gar nicht: Sie fehlt nicht nur nachts um 2 sondern manchmal auch mittags!! Und am Vortag war es hier (ich spreche jetzt für Leipzig, für Magdeburg kann ich nichts sagen) verregnet und stürmisch - insofern haben wir doch Glück gehabt im Herbst. Auch Masten (wie in der Schleife Rothensee) oder Bäume (wie in der Halberstädter Str.) kann man nicht sägen. Eine Bahn fährt in aller Regel in ihrem Umfeld. Dass man ein Auto nicht neben ihr haben mag - verständlich. Aber vermeiden kann man Autos wie Fußgänger nun mal nicht ganz: man kann sie nur "blocken" indem man störarme Sekunden nutzt. Wen ein Schatten stört - wo Licht ist,... Aber einige stören ja schon die - nicht abregnenden - Wolken... (Wen Wolken am Himmel stören, den stören auch Fliegen an der Wand...) Solange nicht eine Wagenhälfte in prallem Lichte gleißt und die andere ggf. durch ein hohes Haus in - relativer - Finsternis steht, ist's doch passabel. Wer Industrie-, Werbe-, Präsentationsaufnahmen "braucht", muss sich Objekt X in eine "Prärie" (Freifläche) stellen - Messe, Betriebshof, Endstelle in der Pampa - und dafür sorgen, dass er zeitlich arrangiert, 4 Seiten-, 4 Eckaufnahmen und mit Leiter oder Spaten villei auch noch eine von oben und unten zu machen... (Nicht überall liegen sie auf der Seite wie in Posen, wo man "Maßaufnahmen" vom Dach als Modellbauvorlage machen könnte - z.B. für Platzierung und Größe der Dachluken..., lol)
Prioritäten setzt jeder anders: Ich wäre gern mal an den See hinter gefahren, hätte einen unbeklebten lieber gehabt, gar die 1282 die ich selbst fahren durfte - aber dann muss i c h mir das Gerät so mieten und bezahlen. Dann muss ich nicht nehmen, was geboten wird; dann würde ich bestimmen. Wird eine Veranstaltung geboten und ich mag teilnehmen, dann erlebe ich sie so, wie sie angeboten wird. Bekanntlich heißt es: Wer die Musik bestellt (bestimmt)... (der Satz gilt auch rückwärts).
Ich hätte gern jeden ESW einmal (und jeden KT, T6 und Leipziger Altbau) - pro Stadt, pro Nr., pro Zustand - das ist aussichtslos und dann brauche ich ein Haus... Es sind also exemplarische Existenzbeweise. Klar ist mir lieb, wenn ich außer der Berliner 1818 auch die 1819 hätte, beide natürlich als ZR und ER, beide natürlich als Leipziger 498 und 499, die 499 zusätzlich als 479, beide vor und nach dem RAW, die 479 auch nach dem Unfall. Aber ich brauche nicht die 498 25-mal aus 30°, 60° oder 72,7° (wegen des fehlenden vorderen Nr.kastens z.B.) und ich brauche sie nicht als 10, 10E, 11, 11E, 16E, 22, 24, 24E, 28, 28E, 29 und E - wenn er als typisch Dölitzer auf der 24 fährt, ist das gut; als 28E habe ich dann villei die 481, die gar am GLZ 1116... Und ich brauche die 498 auch nicht an der Gottschallstr., in der Lützowstr., am "baumigen" Nordplatz, neben dem Zoo, mit Thomaskirche im Hintergrund usw.usw.usw. Und wenn ich aus Alteigentümer-Zeit die 1818 als 46 auf der Schönhauser bekommen kann, nehme ich die, auch wenn da hinterletztes Dreckswetter war, genauso wie die 1807 bei brütendheißer Sommersonne an der Björnson als 3: der Beweis ist erbracht, dass es jene Wagen gab und da brauche ich nicht extra die 1807 als 46 und die 1818 als 3... - sie waren in Niederschönhausen und beides sind bf.typische Linien... Und so wie es am 19.11.1964 gepisst haben könnte, hätte es das auch gestern; man steckt nicht drin... Themenfahrt und Abschied sind eh 2 P. Schuhe. Abschied wäre, wenn ich mit dem letzten Zug am letzten Tag 19.58 "einrücke" und weiß: "lebend" kommt der nicht wieder 'raus... Insofern wollte ich Fahrgefühl und Klänge (beides passt eh nicht auf Bilder...), garniert mit ein paar Bildern, aber keine Jagd um dasselbe Wild immer wieder zu erlegen. 66 Bilder sind es trotzdem, minus 6 "Ausschuss" bleiben 60"

Mein Kommentar bei den anderen Schreibern...
Ich kann mich ca. 95 % der Argumente nicht anschließen. Wer 273 m wegrennt für die 43.Aufnahme desselben, hat andere Absichten. Sie seien demjenigen gegönnt. Aber schlechtreden kann ich die Veranstaltung aus meiner Sicht nicht. Wenn i'wo "Radfahrer absteigen" steht, muss ich das Schild hinnehmen, mir diesen Ort verkneifen, oder es tun und kann immer noch löschen oder Papier zerreißen. Ich wollte hören und fühlen. Bilder ja, auch, klar. Aber nicht als Jäger, als konnte ich den Wagen noch nie zu sehen bekommen (in 23 Jahren) und heute muss ich das Großwild mit 27 Schuss erlegen...
Fahrt heißt auch relativ übliche Bewegung - es ist nicht die Wüste Nevada, wo nix stört und es Schatten nach allen Seiten gibt (wenn die USA "Mond"landungen filmt...) und ich stundenlang drumrum (oder drunterdurch?) krauchen kann.
Wer Haare in einer Suppe sucht, kann welche finden. Aber er muss damit klarkommen.
Wenn alle Betriebe nur T6/KT4(t)/KT8 verwenden würden, wäre die Welt eintöniger. Schöner wäre sie trotzdem!

Zazní-li výstraha, opust'te dverní prostor!

Kava je balzam za srce in duso. (slowen.: Kaffee ist Balsam für Herz und Seele) Giuseppe Verdi
Gustav Mahler ergänzte: Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Leib und Seele.

Prosimo se med voznju ne pogovarjete z voznikom!

Kein Sarkasmus liegt mir völlig fern :-)

Der frühe Vogel kann mich mal... (am Abend treffen - was sonst!)

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Sithis
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Re: Mit 1276-1275-2148 durch Magdeburg

Beitrag von Sithis »

Hört sich mal wieder nach dem typischen Fuzzy-Affentheater an. Da ich es schon öfters getan habe, äußere ich mich nicht nochmal groß dazu. Wäre es auch nicht wert. Es dürfte nur immer gar ein befremdlicher Anblick für Außenstehende sein, sowas zu erleben, insofern muß man sich ja nicht wundern, wenn das Interesse an Straßenbahnen und anderen Bahnfahrzeugen eine eher geringe Akzeptanz hat.
Zynismus ist der geglückte Versuch, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist. - Jean Genet

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