Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Straßenbahnbetriebe in Deutschland
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Soll in Zwickau die Straßenbahn bleiben oder gehen?

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Sacrosanctus
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Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Sacrosanctus » 16.05.2012 11:07

Von der großen SVZ – Familie dringen immer mehr und mehr negative Dinge nach außen der einen eventuelles Straßenbahnaussterben in Zukunft erahnen lässt.
Wie ja schon öffentlich bekannt war, wurde 49% (Busse) der SVZ an Rhenus Veniro – Gruppe verkauft deren Oberhaupt in Zwickau die Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen GmbH ist.
Seit dem die Busse an diese Gruppe übertragen wurde kam nach und nach folgendes an die Öffentlichkeit:

1. Keinen Schienenersatzverkehr mehr fahren bei einem Straßenbahnunfall wenn nicht ein Bus an der Zentralhaltestelle zur Verfügung steht.
2. Keine Anschaffung mehr von Erdgasbussen

Wenn man auf den Nahverkehr angewiesen ist, frage ich mich wie man bei einem Unfall ohne Schienenersatzverkehr auf Arbeit kommen soll!?

Und die Unterhaltung der Erdgasbusse ist zwar etwas teurer aber auf Hinblick der stetig steigenden Spritpreiskosten doch eine bessere Investition.

Geplant ist ja der komplette Verkauf der SVZ an Rhenus Veniro – Gruppe und da wird es für Zwickau sehr „schwarz“.

Ok neue Bahnen können frühestens 2020 angeschafft werden außer es kommt ein Geldregen, deswegen werden die GT6M nur noch grade so Repariert das sie Hauptsache noch fahren können.
Aber sollte die Stadt Zwickau auch Ihren noch Anteil von 51% verkaufen, will man alle Straßenbahnlinien bis auf die Linie 3 (Eckersbach – Neuplanitz) durch Busse ersetzen und auf weiterer Hinsicht auch später die Linie 3 vollkommen ersetzen sodass es in Zwickau keinen Straßenbahnbetrieb mehr gibt.
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koneggS
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von koneggS » 16.05.2012 11:32

Man hat ja mit Görlitz ein sehr gutes Beispiel, wie sich der Stadtverkehr mit Privatisierung zum Negativen entwickelt. Sollte man so schlau sein, trotzdem zu verkaufen, wird es bestimmt in ein paar Jahren einen großen Aufschrei geben.
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TramGR
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von TramGR » 16.05.2012 19:27

Der Görlitzer Betrieb ist bis 2017 gesichert, danach wird entschieden wie es genau weitergeht.

YL83-45
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von YL83-45 » 08.12.2013 13:05

Guten Tag,

auch wenn das Thema schon älter ist, so sollten durchaus die wesentlichen Fakten korrigiert werden.
Sacrosanctus hat geschrieben:Wie ja schon öffentlich bekannt war, wurde 49% (Busse) der SVZ an Rhenus Veniro – Gruppe verkauft deren Oberhaupt in Zwickau die Regionalverkehrsbetriebe Westsachsen GmbH ist.
Das ist falsch. Die SVZ GmbH gehört weiterhin zu 100 % der Stadtwerke Zwickau Holding und damit der Stadt Zwickau. Es wurde nichts an die RVW GmbH oder an Rhenus Veniro verkauft. Es gibt aber seit 2008 eine erfolgreiche gemeinsame Geschäftsführung mit der RVW.
2. Keine Anschaffung mehr von Erdgasbussen
Im Jahr 2012 wurden wie auch in diesem Jahr durchaus Erdgasbusse beschafft.
Wenn man auf den Nahverkehr angewiesen ist, frage ich mich wie man bei einem Unfall ohne Schienenersatzverkehr auf Arbeit kommen soll!?
Urteil von Arbeitsgerichten: Hierfür ist der Arbeitnehmer allein zuständig.
Geplant ist ja der komplette Verkauf der SVZ an Rhenus Veniro – Gruppe und da wird es für Zwickau sehr „schwarz“.
Inzwischen wurde beschlossen, dass es keinen Verkauf der SVZ an die RVW (!) geben wird.
Ok neue Bahnen können frühestens 2020 angeschafft werden außer es kommt ein Geldregen, deswegen werden die GT6M nur noch grade so Repariert das sie Hauptsache noch fahren können.
Bei inzwischen 20 Jahre alten Bahnen ist die Versorgung mit Ersatzteilen der Elektronik schon schwierig geworden. Bei den Tatras ist das noch einfacher. Insofern sollte man froh sein, dass nicht schon ein GT6M als Ersatzteilspender dient.
Aber sollte die Stadt Zwickau auch Ihren noch Anteil von 51% verkaufen, will man alle Straßenbahnlinien bis auf die Linie 3 (Eckersbach – Neuplanitz) durch Busse ersetzen und auf weiterer Hinsicht auch später die Linie 3 vollkommen ersetzen sodass es in Zwickau keinen Straßenbahnbetrieb mehr gibt.
Wer erzählt denn so einen Quatsch?

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Sithis
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Sithis » 08.12.2013 14:46

Urteil von Arbeitsgerichten: Hierfür ist der Arbeitnehmer allein zuständig.
Was nicht heißt, daß es gut ist.
Bei inzwischen 20 Jahre alten Bahnen ist die Versorgung mit Ersatzteilen der Elektronik schon schwierig geworden.
Abgesehen davon, daß es schon fragwürdig ist, daß gerade erst 20 Jahre alte Fahrzeuge schon Ersatzteilprobleme haben, gibt es auch hierfür eine Lösung, nämlich die Modernisierung der betroffenen Komponenten. Deshalb werden die bauähnlichen Fahrzeuge in Berlin und München auch modernisiert. Allemal eine bessere Lösung als notdürftige Reparaturen oder gar die Abstellung einiger Wagen als Ersatzteilspender.
Es gibt für alle Probleme Lösungen, man muß sie nur umsetzen. Alles andere wie "Fahrzeugalter" und "Ersatzteilprobleme" sind nur Ausreden und Ausdruck der Unfähigkeit der zuständigen Unternehmensbereiche.
Zynismus ist der geglückte Versuch, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist. - Jean Genet

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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von bim » 11.12.2013 16:53

Sithis hat geschrieben:Es gibt für alle Probleme Lösungen, man muß sie nur umsetzen. Alles andere wie "Fahrzeugalter" und "Ersatzteilprobleme" sind nur Ausreden und Ausdruck der Unfähigkeit der zuständigen Unternehmensbereiche.
Das kann man nur unterstreichen.
Die BVG als Betreiber der mit 150 Fahrzeugen größten GT6-Flotte hat sich gekümmert und mit dem Hersteller einen Vertrag über die weitere Sicherstellung der Ersatzteilversorgung abgeschlossen. Bei entsprechendem Interesse sollte es daher auch für kleinere Verkehrsbetriebe möglich sein, sich dieser Vereinbarung anzuschließen bzw. ein ähnliches Abkommen zu treffen.
Die entsprechende Pressemitteilung von BT kann hier nachgelesen werden: http://de.bombardier.com/de/newsDetails ... lang=de-DE
So long

Mario

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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Sithis » 11.12.2013 23:37

Wobei ich die BVG-Modernisierung mit einer gewissen Skepsis betrachte, auch wenn sie grundsätzlich eine gute Sache ist. Es heißt jedoch u.A., daß graue Front/Heckschürzen teurer gewesen wären als gelbe, mal sehen, wie schnell man die Abnutzung da sieht...
Und der Klang der neuen Steuerung ist gewöhnungsbedürftig. Gleichwohl heißt es wieder, daß die Bahnen damit besser fahren, vor allem bei Herbstwetter.
An sich finde ich die Version aus München etwas gelungener.

So oder so: Es zeigt, daß eine Modernisierung machbar ist, um solchen Problemen vorzubeugen. Gerade ein eher kleinerer Betrieb wie Zwickau sollte lieber in seine vorhandenen Fahrzeuge investieren, statt zu hoffen, daß es irgendwann mal wieder neue gibt. Das klingt dann schon nach Luxusproblemen.
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von koneggS » 12.12.2013 15:22

Grundsätzlich kann ich mich euch beiden anschließen, allerdings gibt es bei Neufahrzeugen i.d.R. Zuschüsse vom Land, während Modernisierungen auf eigene Rechnung gemacht werden. Manchmal ist eine Modernisierung also teurer als der Eigenanteil eines Verkehrsunternehmens bei Neufahrzeugen. Dass das den Steuerzahler belastet und die Wegwerfgesellschaft in der wir leben nur unterstützt, sei mal dahingestellt, für den Verkehrsbetrieb selber sind Neufahrzeuge aber oftmals günstiger und bringen nebenbei den Vorteil, dass durch die Zweckbindung der Fördermittel und Abschreibefristen der Betrieb langfristig(er) gesichert ist.
Wenn Neufahrzeuge noch lange nicht in Sicht sind, sollte man in Zwickau dennoch über eine Modernisierung nachdenken, wenn die Ersatzteilversorgung so schwierig ist. Bei den KT4D hat man ja auch verhältnismäßig spät noch in Choppersteuerung & Co investiert...
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Sithis » 13.12.2013 02:00

Wenn die Zuschüsse für Neufahrzeuge so hoch sind, daß den Verkehrsbetrieb eine Modernisierung teurer kommt, dann sollten diese Zuschußbestimmungen dringend überarbeitet werden.
Schließlich geht es hier ja nicht um Nostalgie und ältere Fahrzeuge nur aus Prinzip fahren zu lassen, bis sie von alleine auseinanderfallen, sondern tatsächlich auch um Steuergelder, die dann wiederum bei sinnvollen Investitionen fehlen. Für einen Betrieb wie Zwickau reichen die GT6M ja nun absolut aus.
Wobei ich auch bezweifle, daß die Modernisierung dieses Fahrzeugtyps so teuer ist. Für die Modernisierung der Münchner Fahrzeuge wurden 10 Mio. € veranschlagt, macht bei 50 Fahrzeugen 200000 € pro Fahrzeug und diese Modernisierung ist schon recht umfangreich ausgefallen.
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von koneggS » 14.12.2013 01:15

Dieser Meinung bin ich auch. Außerdem müssen Zuschüsse ja auch erst bewilligt werden. Trotzdem scheinen einige Verkehrsbetriebe wirklich hauptsächlich auf Neufahrzeuge zu spekulieren, was natürlich quatsch ist. Kann man auch bei jüngeren Tatras (Gut, die Zeit, dass die letzten Tatras wirklich "jung" waren, sind lange vorbei, aber erinnert sei an wirklich frühzeitige Ausmusterungen in Frankfurt/Oder, Cottbus und Erfurt) die Ausmusterung durch fehlende Barrierefreiheit begründen, sind auch die Niederflurfahrzeuge aus den 90ern für den Fahrgast durchaus noch zumutbar und mit ein paar neuen Farben auch optisch zeitgemäß gestaltbar. Vielleicht ist in zehn Jahren das KO-Kriterium die fehlende Klimaanlage im Fahrgastraum, aber im Straßenbahnsektor in Deutschland sind wir von einem flächendeckenden Einsatz dieser Technik auch bei Neufahrzeugen im Moment noch weit entfernt.
Wenn an den Leichtbaufahrzeugteilen also nicht wirklich schwere Risse oder schwierig auszubessernde Korrosionsschäden (Neuere Fahrzeuge haben den Nachteil, dass viele tragenden Bauteile schon auf Grenzmaß ab Werk konstruiert wurden, d.h. in dem Moment, wo Rost auftritt, ist eine aufwendige Sanierung fällig, während man bei älteren Fahrzeugen den Rost oftmals noch wegschleifen kann...) vorhanden sind, sollte man für die nächsten Jahr schon noch den Einsatz ALLER dieser Fahrzeuge anstreben.
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Sithis » 14.12.2013 16:38

Ich meine, daß viele Betriebe damals die Chance verpaßt haben, als es Niederflur-Mittelteile für die KT4D gab. Die 90er Jahre waren eine Zeit voller Fehleinschätzungen und falscher Entscheidungen, was sich heute noch auf viele Betriebe auswirkt. Entweder spekulierte man schon großspurig auf Neufahrzeuge in mittelfristiger Zukunft, die dann doch nicht kamen(und ganz davon weg sind einige Betriebe ja immer noch nicht) oder war der Ansicht, daß der Betrieb eh irgendwann eingestellt wird und daher weder Modernisierungen noch Neulieferungen kamen. Bei anderen Betrieben habe ich den Eindruck, daß man da überhaupt nicht geplant hat.
Statt zu handeln, scheinen viele ja lieber Probleme aussitzen zu wollen, was sich dann ja wieder rächt, wenn sie dadurch noch eher wachsen.
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Möckern-Peter » 05.03.2014 21:13

...oder man hat die damals gesunkenen Fahrgastzahlen im Blick gehabt, als ob die sich nie stabilisieren könnten.
Fahrzeuge in der Nutzungsdauer wegzuwerfen, ist sachlich Frevel. Dass man sie aber nicht 3 - 4 HU-Perioden nur durchschleppen muss, sondern Energiesparendes, Funktionaleres und und und verbauen kann, liegt auf der Hand. Und dieses Alter haben die nach-Wende-Fahrzeuge erster Baureihen allmählich. Mit im Blick (Stichwort Halle-Verkauf an Brandenburg) muss auch sein, dass die Ersatzteile-Pflichtversorgung durch die Zulieferkomponenten-Produzenten für vieles inzw.. ausgelaufen ist und Teilebeschaffung an Grenzen stößt, die nicht neue sondern gar andere Teile nötig machen. Wenn die Versorgungspflicht nach 10 Jahren ausläuft (und da darf so ein Versorger auch nicht pleite gehen!), dann ist damit e i n e HU zu bewältigen; später wird es "eng"...
Grundsätzlich hat die Straßenbahn in Zwickau Berechtigung, da die Streckenäste sinnvoll sind. Und schließlich wurde mit der Vogtlandbahn in die Stadt (wenn auch mit Normalspur der Eisenbahn) eine sinnvolle Verknüpfung geschaffen, worauf man bisher nicht zu unrecht stolz war. Wenn man jedoch am "richtigen" Abend in Zwickau umsteigt und beim Blick vor die Hbf.-tür feststellt, dass die letzte Straßenbahn 18.33(!) gefahren ist, die nächste 6.00 kommen wird und am WE gar keine, dann stellt sich vielmehr die Frage, dass nach Ladenschluss der Verkehr wohl rapider abnimmt als in vielen anderen Städten. Dafür kann man aber nicht den Straßenbahnbetrieb verantwortlich machen sondern ist ursächlich wohl das Mobilitätsverhalten der Einwohner.
Wenn alle Betriebe nur T6/KT4(t)/KT8 verwenden würden, wäre die Welt eintöniger. Schöner wäre sie trotzdem!

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Kava je balzam za srce in duso. (slowen.: Kaffee ist Balsam für Herz und Seele) Giuseppe Verdi
Gustav Mahler ergänzte: Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Leib und Seele.

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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Sacrosanctus » 27.04.2014 15:16

Möckern-Peter hat geschrieben: Wenn man jedoch am "richtigen" Abend in Zwickau umsteigt und beim Blick vor die Hbf.-tür feststellt, dass die letzte Straßenbahn 18.33(!) gefahren ist, die nächste 6.00 kommen wird und am WE gar keine, dann stellt sich vielmehr die Frage, dass nach Ladenschluss der Verkehr wohl rapider abnimmt als in vielen anderen Städten. Dafür kann man aber nicht den Straßenbahnbetrieb verantwortlich machen sondern ist ursächlich wohl das Mobilitätsverhalten der Einwohner.

Da hast du Recht, denn in den Abendstunden fährt wenn überhaubt von 18UHR bis 23UHR nur noch eine Hand voll zum Bahnhof.
Deshalb verkehren in dieser Zeit die Buslinien 16 und 19 über den Hauptbahnhof.

Jetzt wird ja so langsam begonnen mit dem Umbau des Bahnhofvorplatzes
http://www.freiepresse.de/LOKALES/ZWICK ... 664374.php
und man kann nur hoffen das dann auch die die Planung der linienhalbierung
http://www.bild.de/regional/chemnitz/st ... .bild.html
umgesetzt wird, denn dann fährt IMMER eine Tram über den Hauptbahnhof und das nicht nur zu den Hauptzeiten.

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Möckern-Peter
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Re: Zwickau bald ohne Straßenbahn!?

Beitrag von Möckern-Peter » 27.04.2014 18:02

Ich kenne den Zwickauer Hbf. noch belebter als Umsteigepunkt, auch als "Einstieg" in die Eisenbahn per "Zubringer". Nur werden diese "Dienste" wohl heute vom Bekanntenkreis mit Pkw. "übernommen"... Zwischen 21.30 und 22.00 auf diesem Bahnhof mit gerademal 7 Personen zu verweilen, spricht aber auch Bände über Angebot und Nutzung der Eisenbahn.
Auch dürften Vogtlandbahn-Nutzer dank der Möglichkeit städtischerer Haltestellen Zustiege am Hbf. senken.
Im Prinzip fehlt der Straßenbahn Zwickau ein weiterer Linienast, um sinnvolle Durchgangslinien zu bilden. (Einst gab es da mal Wilkau-Hasslau...) Und es kommt erschwerend hinzu, dass "hinter" dem Hbf. nur Bahnanlagen oder "weniges" vorhanden sind, was den Hbf. quasi fast schon zu einer Randlage macht. Da der Bahnhofsvorplatz eher das Ende zweier Sackgassen ist, scheidet so auch eine Verlängerung über den Hbf. hinaus aus. Dass war allerdings schon immer so und ist keine Erscheinung der Neuzeit.
Was an einem "faden" Linienkreuz "übersichtlicher" sein soll als bei Linienüberlagerungen? Es ist Bevölkerungsveralberung. Unausgesprochener Hintergrund ist doch, dass Bevölkerung eher durchgehende Verbindungen bevorzugt, hier aber verstärkt Umsteigezwänge erzeugt werden. Wenn dieser "Vorteil" nach hinten losgeht >>> Gute Nacht!
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