Würzburger Düwags

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torque-master
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von torque-master » 23.04.2017 21:25

Schöner Bilder von der seligen Linie 3, die auch fast 10 Jahre lang als Schüler meine "Stammlinie" (neben den Buslinien 16 und 23) gewesen war :wink:

Dass der Tod unbarmherzig Lücken reißt, die eigentlich nicht zu füllen sind, musste ich selbst vor gut 8 1/2 Jahren beim Tod meines Vaters feststellen – begreifen kann ich das bis heute nicht …!


Entegen meiner Annahme (= Befürchtung) habe ich doch auch heute am Sonntag überraschenderweise 245 seinen Bahnen ziehen sehen können:

Bild

Das lässt doch eventuell Rückschlüsse auf das Ausmaß der Probleme mit den GT-N zu :idea:

Auch wenn es kein Düwag ist, pack ich ihn noch mit hier rein, denn 291 – aka "Schoppenexpress" – (mit 252 als "Beifang") kam mir heute noch unter:

Bild

Ich gebe dir Recht, Peter, dass die zur Zeit auftretenden Probleme hinsichtlich der Strukturfestigkeit der neueren Straßenbahnzüge irgendwie bezeichenend sind! Interessanterweise hat auch die WSB von den Problemen profitiert, da einige ex-WSB-Busse z. B. in Duisburg im SEV eingesetzt werden (wurden?) :roll: Vielleicht wünscht man sich bei der WSB inzwischen, sie noch nicht ausgemustert zu haben :P
Da lobe ich mir hier in Würzbueg doch den Altbestand an noch einsatzfähigen Düwags, aber auch die GT–E, die auf mich ebenfalls einen schier unverwüstlichen Eindruck machen!

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Sithis
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Sithis » 24.04.2017 16:56

Jetzt wollte ich meine 2009er Bilder nochmal hier zeigen - und stellte soeben fest, daß sie schon auf den ersten Seiten des Thema zu finden sind :lol: .
Doppelt hält zwar manchmal besser, aber in dem Falle kann man ja auch die vorderen Seiten betrachten. Wobei ich an sich derzeit einen Teil meiner Foto-Sammlung auf Flickr bringe - dort ist die Qualität besser, der Aufwand geringer als bei einer eigenen Seite und man kann es frei über andere Plattformen verlinken.
Daher habe ich nochmal in meiner Datensammlung geschaut und diese Bilder von meinem Besuch 2011 dort hochgeladen.
An sich habe ich damals mit meinem Besuch Würzburg als "abgegessen" angesehen - ich habe im Großen und Ganzen das gesamte Netz dokumentiert, und mein Bedarf nach weiteren Aufnahmen wäre an sich nicht mehr vorhanden - außer vielleicht zwischenzeitlich mit noch neueren Kameras vorbeischauen. Aber dafür ist Würzburg mittlerweile zu weit weg - damals residierte ich ja noch eher mittig in Deutschland, es war eine nicht zu lange Zugfahrt - mittlerweile wäre es wieder eine recht lange Tour. Wobei auch andere Umstände mittlerweile das Herumreisen eher erschweren - auch deshalb möchte ich die Zeit von damals auf keinen Fall missen und ich meine mal, angesichts der aktuellen Umstände wäre ich wohl nicht der Einzige, der gerne die Zeit zurückspulen wollte - aber gut, das sind nur ein paar Gedanken dazu.
Ob ich mal nach Arad fahre, wird sich zeigen - Polen wäre dann schon eher wahrscheinlich, aber laut tram-info ist dort mittlerweile auch schon eine große Verschrottungswelle erfolgt...nun ja.
Hier nun die Bilder.

Eigentlich nicht viel anders als 2009 und wohl auch aktuell - der bunte 245 am Hauptbahnhof.
BildStraßenbahn Würzburg - Wagen 245 am Hauptbahnhof von Klingl3r, auf Flickr

Damals war ich vor allem filmisch unterwegs und habe die idealen Positionen(kein Gegenlicht usw. - wenn möglich) eher dafür verwendet - aber ab und an fotografierte ich trotzdem mal, in der Regel dann, wenn z.B. Lärmquellen oder potenzielle Bild-Hindernisse eine Video-Szene eher erschwerten - ich glaube, wegen des starken Fußgängerverkehrs und auch möglichem Gegenverkehr von anderen Straßenbahnen entstand dieses Bild.
BildStraßenbahn Würzburg - Wagen 238 Ausfahrt am Hauptbahnhof von Klingl3r, auf Flickr

Und die Sportplatz-Bahn wurde auch aufgenommen.
BildStraßenbahn Würzburg - Wagen 280 auf dem Sportplatz des WVV von Klingl3r, auf Flickr
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Möckern-Peter
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Möckern-Peter » 26.04.2017 16:30

Der bunte scheint immer noch genauso (bunt) zu sein wie damals...

Die Sportplatz-Bahn ist einfach schick und dient gutem Zweck! "Innsbruckig" lackiert - so wie seine Geschwister, die auf einen anderen Güterzug kamen... (In Innsbruck gab es lediglich noch einen dunkelgrauen Streifen unter den Fenstern.)

Ja auch ich habe angesichts zuviel "offenem" kaum reale Chance, eine Stadt X 2-mal zu sehen; außer ein Ereignis ruft.
Die Würzburg-Fahrt zählt aber zweifelsohne zu den sinnvollen Dingen, die ich tat. Zustandegekommen durch jene Sonderfahrt, wäre es ohne die sicher so bald nicht geworden; das war also die Zündung. Aber grundhaft lohnenswert wäre es auch ohne sie gewesen.

Dass man den Freund nun dort nicht mehr antreffen würde, bedeutet: Gut, dass man es gemacht hat, und sich so getroffen hat! Das bleibt im Leben.
Klar ist es ebenso schmerzlich, wenn ein Vater geht. (Sofern man gut mit ihm war und nicht nur wie ich einen "Erzeuger" hatte.) Aber zu früh wird es für Angehörige und Freunde immer sein.
Dass jmd. (wie die Schwägerin meiner Oma aus MG) 107+2Mon. wird, ist ebenso eine Seltenheit, wie dass jmd. nur 20 wird.
Tante Käte war vom 17.02.1909!! Bis April2016! Und war noch bis 97 dicke da mit Briefe schreiben und einkaufen gehen.
Und ob Gregor es noch bemerkt hat, wird man nicht wissen. Zurück bleiben nur wir, Familie und Freunde. Es ist nun halt so. Und ohne die Würzburger
DÜWAGs und die Benachrichtigung zum Artikel wüsste ich es noch nicht einmal.
"Mors certa, hora incerta" steht am Leipziger Neuen Rathaus an der Uhr. Der Tod ist gewiss, die Stunde ungewiss.
Wenn alle Betriebe nur T6/KT4(t)/KT8 verwenden würden, wäre die Welt eintöniger. Schöner wäre sie trotzdem!

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Sithis
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Sithis » 27.04.2017 19:55

Ich finde es eh interessant, daß der bunte Wagen für allerhand Sachen wirbt - ohne daß da mal was gewechselt wurde - oder hat man zwischenzeitlich doch mal eine Werbung gelöscht und eine andere aufgetragen?

Anscheinend pflegt man die Sportplatz-Bahn auch - was leider ja nicht immer der Fall ist bei Schienenfahrzeugen, die zweckentfremdet werden(was nicht negativ gemeint ist, das Wort - aber der Zweck ist nun mal ursprünglich ein anderer als Aufenthaltsraum, Imbiß oder anderes...).

Nun ja, selbst wenn ich könnte, aber ich denke, mit Würzburg bin ich nach zwei Besuchen(2009 foto-lastig, 2011 video-lastig) recht gut bedient. Jegliche Veränderung kann man nun mal nicht immer dokumentieren, und wenn es nur im geringeren Umfang ist, muß man Prioritäten setzen.

Ja Peter, solche Sachen sind immer sehr individuell abhängig...es gibt Fälle, da bricht für einen die Welt zusammen, für einen anderen ist die Thematik sowieso schon seit Jahren abgegessen.

Wenn wir schon dabei sind, über den Komplex zu sinnieren: Es heißt ja auch immer, man solle dem Leben nicht unbedingt mehr Jahre geben, sondern den Jahren mehr Leben. Da ist schon was dran. Ich für meinen Teil weiß: Wenn man die Möglichkeit hat, eine Unternehmung zu machen, sollte man es tun - alles, was man dann aufschiebt, läßt sich eventuell nicht mehr machen, und dann ist es zu spät. Natürlich kann man schwer alles absolvieren, wo im Hobby-Bereich Veränderungen anstehen - aber dazu gehört ja auch das Priorisieren. Fakt ist, wenn man eine Chance hat, soll man sie nutzen - hinterher hat man doch noch was verpaßt.
Natürlich läßt sich nicht alles 100 % perfekt planen: So weilte ich 2008 in Wien, aber eine andere Stadt in der BRÖ sollte es auch werden. Linz und Graz waren Kandidaten. Es wurde Graz. Nun - dort halten sich die Hochflurer(wenn auch mit schwindender Zahl und auch schon das eine oder andere Bild von damals heute historisch ist) ja weiterhin, während Linz kurz danach die zweite Hochflur-Gelenkserie verschrottete - und 2011 und 2012 folgten dann ja noch die kantigen Wagen.
War es nun ein Fehler, statt nach Linz nach Graz zu fahren? Kann man so nicht sagen - klar hätte man damals Linzer Geschichte "schreiben"(eher fotografieren) können, was kurze Zeit danach nicht mehr möglich gewesen wäre. Aber Innsbruck wäre ja auch Thema gewesen...und sich nun komplett allen Betrieb der BRÖ zu widmen war damals nicht möglich.
Heute sind Linz und Innsbruck für mich sowieso abgeschrieben, der Graz-Bedarf wäre auch erstmal gedeckt(mangels Interesse an den Variobahnen sowieso) - über Gmunden möchte ich nun gar nicht weiter nachdenken, da es von hier aus eh eine recht weite Reise wäre.
So ist das auch oft mit der Planung - auch wenn andere Faktoren reinspielen. Dortmund z.B. mußte ich auch abschreiben. Beim NRW-Besuch war auch dort eine Visite geplant - aber am dafür vorgesehen Tag spielte dann die Gesundheit nicht mit, und später wars dann kein Thema mehr.
Dafür landeten ja auch 2009 kurz vor der Abstellung z.B. noch Bilder der Augsburger GT4 in der Sammlung, als ich den Ausflug in einer Nacht-und-Nebel-Aktion(gut, Nebel gabs da jahreszeitbedingt eher weniger, weil Sommer, was fürn Schenkelklopfer...) auf die Beine stellte(heißt: Ich saß um ca. 2:30-3:00 Uhr am Drucker für die Bahntickets und Hotel und um 5:00 Uhr gings los...) als "Nebenbei-Aufnahmen" auch GT8, M-Wagen - eine nochmalige Fahrt dorthin kam nicht zustande, und 2010 wurden auch die GT8 ausgemustert - gut, dennoch habe ich nun historische Dokumente. Wie auch von manch anderem. Das nur ein Exkurs dazu.
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Möckern-Peter
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Möckern-Peter » 28.04.2017 06:15

Gut, die Sportplatz-Bahn steht nicht bei irgendwem, der mal einen Schuppen brauchte, sondern sie steht weiterhin im Betrieb, und da es ein für den Betrieb "symptomatischer" (wenn auch ehemaliger) Gegenstand ist, hat man a) im Betrieb gewiss Bezug dazu und b) wird man sich mit dem Anblick nicht vor Zuschauern blamieren wollen - ergo pflegt man das ehemalige Grundmittel.

Aufschieben aus Faulheit ist in der Tat der falsche Weg, etwas zu erreichen. Aber es können Zeitmangel, Geldmangel oder andere Fakten sein, um etwas aufzuschieben. Dann freilich muss man Prioritäten setzen, was mehr und was weniger wichtig ist. Auch wenn die Abschiede zum Glück länger als vorgesehen auf sich warten lassen werden, war meine eine Dezember-Tour (BS 81er, H 6000er, B KT4D-M) als Abschieds-Tour geplant: Ich weiß, dass ich nicht zu spät da war - wenn man dann mal ausmustert, war ich dort und habe es nicht aus Müßigkeit versäumt. Dann wartet eben etwas, was man ohne Risiko auch später noch tun kann.
Da hatte Gregor übrigens sehr vertrauensvolle Eltern, die den Jungen schon vor der Volljährigkeit reisen ließen. Dadurch hat er zeitig viel sehen können - u.a. war er 4 oder 5 Tage in Leipzig: mit Adresse einer gebuchten Pension und einem abgeschätzten Finanzbudget. Klar, dass sich ein Sohn "eignen" muss, dass Eltern das Vertrauen haben können; aber auch "offene" Eltern, die dem Sohn vertrauen, müssen es sein. Nicht alle Eltern lassen den Nachwuchs mutterseelenallein auf Tour gehen.

Innsbruck kannte ich von mehreren Besuchen zwischen 1994 und 2008. Da war gerade die 301 eingetroffen, fuhr aber noch nicht öffentlich. Und es gab noch den O-Bus auf den Linien O und R.
Und ich verknüpfte zwei völlig unterschiedliche Dinge: Ich wollte e i n m a l an der größten Skisprungschanze der Welt im slowenischen Planica stehen. Gut, inzwischen stand ich das 7.mal dort... Also fuhr ich 2011 hin und sagte mir: Wenn du schon dort bist, dann hänge im hobby etwas an, das "in der Nähe" ist. Man sehe "Nähe" hier relativ - auf Leipzig bezogen. Etwas, wo man "extra" sicher nicht gleich fahren würde, was aber machbarer ist, da ein größerer Teil des Weges bereits getätigt ist.
Also sagte ich: Auf nach Zagreb. Begleiterscheinungen waren, dass im ex-Jugoslawien grenzüberschreitende Züge selten fahren, oft nur 1/Tag. Dass Slowenien und Kroatien ein Grenzregime pflegten, dass DDR/BRD ähnelte. Ich kam mir in Dobova jedenfalls vor, wie es mal in Gerstungen oder Oebisfelde gewesen sein muss...: Pistolenmänner, Hunde, Sitze hochklappen, die Frage ob ich englisch kann, die Frage was ich wielange in Kroatien und ob ich dort arbeiten wolle. Dann der mehrmalige Pass-Gesichts-Vergleich, ehe es den erlösenden Einreisestempel gab. Die Erfahrung, dass Weiterfahrt vom Ermessen eines Grenzpostens abhängt und nicht "einklagbar" wäre... Sagt er ja, ist alles in Ordnung; sagt er nein, ist das gebuchte Hotel in weiter Ferne und Rückfahrt und Übernachtung neu zu regeln. Die Erfahrung, vielleicht sonstwo aber keineswegs dort die große Fresse haben zu dürfen...
Von Zagreb ging es mit umsteigen in Zidani Most und Maribor über Spielfeld (Grenze) nach Graz. Und via Wien - Breclav - Prag heim.
Und 2012 wollte ich wieder etwas. Da ging es von Salzburg nach Linz und von dort mit einer Art Nebenbahn nach Pilsen. Und 2013 aufgeregt nach Beograd und via Budapest, Bratislava und Prag heim. In Salzburg war ich genauer, und in Gmunden. In Ljubljana (O-Bus) Augsburg, Nürnberg und kürzlich in Darmstadt und Mainz.
So kenne ich die 900mm "M10" (41 - 56) in Linz eben zufällig noch - ein Jahr später hätte ich zwar einen investierenden top-Betrieb vorgefunden, aber nicht mehr diese Wagen. Etwas Schicksal ist dabei...
Nein, Sithis hat recht: es sind keine Fehler. Maximal falsch gesetzte Prioritäten. Dann muss man sich ggf. mal virtuell ohrfeigen, aber man muss im Leben auch etwas verpassen können. Ich habe mit *1960 ohnehin vieles (in Leipzig) verpasst, was ich mit *1950 bereits erlebt hätte. Pech. Ich war auch 1896 bei der Eröffnungsfahrt der ersten Elektrischen nicht dabei. Pech. Fehler sind das nicht... Aber dafür gibt es Foren, Gruppen, Freunde, wo man die Bilder auch bekommen kann. Man hat dann bloß nicht selbst das (echte oder elektronische) Negativ... Aber das Bild durch die elektronische Vernetzung trotzdem. Man kann heute O-Busse aus Kischinjow speichern, ohne dass man ernsthaft eine Moldawien-Fahrt plant. Wo man die A...karte hat, ist beim Fahrgefühl: das kann ein Video zwar darstellen, aber nicht ersetzen. Ich meine: ein Video untermauert erlebtes gut, aber alleinig taugt es nur bedingt.

Ja, Gmunden ist etwas umständlich: Man sei in Salzburg oder Linz und bewege sich zum dazwischen liegenden Attnang-Puchheim, und fahre von dort nach Gmunden. und genauso wieder zurück. Und dann fahre man als Deutscher entweder Richtung München oder Budweis. Auch der Besuch des dortigen O-Bus-Betriebes war eine Bereicherung: Budweis hat nicht nur interessanten O-Bus-Verkehr (die Straßenbahn ist viele Jahrzehnte dahin), sondern ist auch eine Stadt, in der ein Tag keine vertane Zeit ist.

Über meine Ruhr-Tour 2014 bin ich ich froh: Ich habe mir von Krefeld bis Dortmund einen "repräsentativen Querschnitt" durch städteverbindende Fahrten besorgt, ohne jeden Wagentyp oder das Netz abgefahren zu sein, sozusagen 9 Std. das, was man "hopping" nennt. Habe noch Wuppertals Schwebebahn und Solingens O-Bus angehängt und auf dem Rückweg Bielefeld. Ich war nun mal "in der Nähe"... Die seligen Zeiten der DÜWAGs waren da freilich hin: es gab noch M/N, es gab noch B, aber die legendären GT habe ich verpasst - mangels Fahrten in den 90ern. Soll ich heulen? Ich heule nicht: die GT kenne ich aus Innsbruck, aus Stettin, aus Belgrad, aus Posen. Es waren alles mal Ruhr- oder andere "West-Wagen". Und die passenden Großraumer sind ja technisch nicht so anders, als das man bedauern müsste, vor wenigen Monaten nicht in Sofia gewesen zu sein. Man kann nicht alles haben im Leben.
Hinweis: Das schon lange geplante, angekündigte Buch über West-Großraumwagen vom EK-Verlag ist unlängst erschienen: meine Jahre alte Bestellung wurde tatsächlich realisiert!!
Und was tat ich 1999 in Nürnberg?: Ich fuhr nicht mit den deutschlandweiten GT6N u.a. - ich gönnte mir lieber einen Besuch im Museum und eine Fahrt mit den letzten MAN auf der 8 zur Worzeldorfer Str. Das ist unwiederbringlich; GT6N kann ich noch Jahre erleben und muss nur bis Zwickau.

Sithis, nicht nur der Nebel ist ein Schenkelklopfer, die Nacht sicher auch, oder bist Du ein ausschließllicher Nachtfotograf? o.O
Nein, für die Domänen der GT4 kam ich auch zu spät. Aber Stuttgart hin, Stuttgart her - die Wagen in Halle und Halberstadt erlebt zu haben, ersetzt es doch.

Und weil ich Gregors Sonderfahrt-Angebot annahm, waren wir eben am Vortag mit den mittäglichen "Schüler-DÜWAGs" unterwegs. Das Netz wurde ebenso abgefahren wie die beiden anderen Wagentypen kennengelernt. Und 2 Übernachtungen später ging es danach nach Kassel - zu einer Zeit, als noch alle 20 N-Wagen aktiv waren und man nicht bei den letzten 5 vorhandenen hoffen und suchen muss. Die WÜ- (und indirekt auch KS-)Tour verdanke ich also ihm! Ob ich ohne den "Tramfan1000" (das wird er der Meterspur entlehnt haben) mal in WÜ gewesen wäre? Ich weiß es nicht. Aber im Nachgang war es richtig: Betrieb und Stadt anzuschauen war definitiv kein Fehler.
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Sithis » 29.04.2017 03:35

Ach so, die Bahn gehört also zum Konzernverbund, dem auch die WSB angehört - gut, war mir noch nicht klar, aber nun schon :) .
Ja, das ist dann schon was anderes, als wenn die Bahn bei einem Jugendclub o.Ä. steht - in Berlin mußte gerade wieder ein alter S-Bahn-Wagen verschrottet werden, der dort diesem Zweck diente - man meinte, die Schadstoffkonzentration da drinnen wäre zu groß, wobei das Ding nach über 15 Jahren Abstellung im Freien und "künstlerischer"(wenn auch dort gewollter und legaler) Betätigung der Jugend entsprechend aussah. Gut, damit muß man rechnen, wenn umdisponiert wird. Die WVV-Bahn wäre ja eventuell wieder fahrfähig herrichtbar, sollte man das warum auch immer wollen.

Sicher, man muß es auch nicht aus Kraft erzwingen - dann machts eh nicht den Spaß, den man sich erhofft hat. Aber ich höre ja oft von Gleichgesinnten: Ach ja, dies und das hat noch Zeit, fahre ich irgendwann mal hin. Und dann kommt es doch nicht so, weil dies und das dazwischenkommt...
Und dann ist man vielleicht mit Hast bei der Schnitzeljagd nach den letzten paar Kursen oder irgendeiner Abschiedsfahrt - wie ich finde, wohl kaum die ideale Umsetzung.

Ja, da ließ man ihn durchaus vertrauensvoll schon umherreisen - sollte ja eigentlich auch gefahrlos möglich sein. Mit 15 ist man ja nun auch kein Kind mehr und Selbstständigkeit wohl wünschenswert.

Wenn man verschiedene Interessenlagen verknüpfen kann, warum auch nicht - wir wissen ja: Jedem das Seine :bart: .
Ich für meinen Teil habe mich festgelegt: Mich interessiert anderswo nur noch der Hobbybereich - manch einer mag mir da "Kulturbanausität" vorwerfen, wenn ich dann nicht das hiesige Schloß, Museum, Park oder was auch immer die Stadt zu bieten hat, besuche, aber das ist mir einerlei. Es ist meine Reise, mein Geld, meine Unternehmung. Abgesehen davon, selbst wenn "Sightseeing", bei dem Andrang in den meisten Orten kann man das sowieso kaum genießen - nicht nur das Brandenburger Tor ist ständig von Touristen umströmt.
Ebenso wenig lasse ich mir da nun auch von anderen "Hobbyisten" reinreden, das Thema hatten wir ja schon mal mit der Diskussion darum, ob das Bild nun "nur" die Bahn zeigen möge oder auch das Gedöns drumherum oder dahinter. Wer meint, die Bahn müsse nun unbedingt mit ...tor, ...statue oder was auch immer aufs Bild, der kann es gerne tun(und hinterher ja vielleicht Honorar vom Straßenbahn-Magazin einheimsen, gröl :P ), aber das dann nicht zur Allgemeingültigkeit erheben, die man machen "muß".
Natürlich steht es jedem frei, dann hinterher jene oder solche Motivwahl schöner zu finden.
Ich erkunde jedenfalls lieber das Netz, dokumentiere es an Stellen, die ich geeignet habe, in Fotos und Videos - und erfreue mich später daran.

Zugfahrerei ist nicht wirklich mein Ding - da nehme ich lieber den Flieger. Meine Höchstgrenze für eine Zugfahrt sind 5 Stunden - und das finde ich schon eher lästig. Nachtzüge sind es ebenso wenig - da ist an Schlaf nicht zu denken bei 11-14 Stunden Durchgerüttel und Rumpelgeräuschen, gegen die selbst Oropax machtlos sind, und am Ende braucht man erstmal einen Tag Erholung von der Anfahrt. Preislich ist es auch nicht günstiger als ein Flug, und man muß sowieso recht lange voraus reservieren, möchte man die Einzelabteile haben...und nun im Mehrbettabteil oder gar Großraum wäre ja noch unbequemer. Wer diese Reiseart mag, der möge auch immer gut seine Türe verschließen: So begehrte bei einer Fahrt auf einmal eine Horde Asiaten Einlaß(dank Verriegelung natürlich erfolglos - das Türgezerre wäre freilich auch nicht die ideale Geräuschkulisse für den Schlaf), freilich wohl nicht mit bösen Absichten, man suchte offenbar nur freie Plätze denn der Zug ist kein reiner Nachtzug, sondern auch normaler EC, bei dem bei Zwischenhalten dieser und jener Teil losgerupft wird, der dann woanders hinfährt, dafür kommt wieder ein anderer von anderem Abfahrt ort ran - ergo kannst du im ersten Wagen hinter der Lok einsteigen und am nächsten Tag mittig oder am Zugende ankommen.

In Kroatien weilte ich 2009 mal - der Flug war schnell und unkompliziert, der Einlaß nach Vorzeigen des Personalausweises(Paß besitze ich aktuell nicht und habe es auch erstmal nicht vor) dann auch gegeben.

Na gut, wegen dem verpaßten Linz muß ich nun nicht gleich die Sinnkrise bekommen... :mrgreen: ich hatte mich damals zwar schon für die Thematik interessiert, aber exakteres Recherchieren, wo nun was wie lange noch fährt, war noch nicht so ausgeprägt, es war teilweise auch noch frei dort anreisen und auf eigene Faust erkunden.
Andernfalls hätte ich vielleicht anders entschieden, aber da die Grundtypen ja auch in Graz fahren und von mir bildlich festgehalten wurden, ist es kein Beinbruch. DÜWAG-GT und Lizenzbauten sind - wie du ja selber festgestellt hast - nun überall mehr oder weniger standardisiert, auch wenn es natürlich verschiedene Fronten, Ausführungen als ER oder ZR(oder unechte ZR) und Lackierungen gibt, und auch die "Einrichter-N" wurden gesehen - wenn Linz eben meint, daß diese zeitiger krachen gehen sollen und man anders als in Graz kein Niederflurmittelteil für längeren Betrieb einpflanzt, ist es zwar irgendwo schade, aber wenn es die Entscheidung vor Ort ist, dann muß man es hinnehmen - und hat ja immer noch die Freiheit, dort nicht zu erscheinen, wenn der Fuhrpark uninteressant geworden ist.
Hinsichtlich der DÜWAG-Einheitswagen, Lizenzbauten und davon inspirierten Wagen habe ich ja nun mittlerweile durchaus ein breites Portfolio aufzuweisen, von Herkunftsbetrieben bis hin zu Zweitverwendern: Stettin, Zagreb, SRS, Gotha, Heidelberg, OEG, Wien, Graz, Karlsruhe, Düsseldorf, Krefeld, Würzburg, Augsburg, Gorzow, Miskolc...kann sein, daß ich auch einen oder zwei vergessen habe - die entsprechenden Bilder wären dann ja eine Gedächtnisstütze :mrgreen: .

So gesehen kann man immer darüber sinnieren, was man hätte verpassen können.
Ebenso könnte ich da nun auch sagen, ich hätte 2002-2004 schon anfangen können und dann z.B. Berliner Altbau S-Bahn festhalten, oder noch restliche Ikarus-Busse in Deutschland, oder in Jena die letzten Gothas im Einsatz, oder oder oder...da das Interesse damals eben noch nicht gegeben war, ist das an sich müßig. Ebenso müßig, ob ich nun darüber sinniere, ob ich 10 oder 20 Jahre früher dran auf dieser Welt mehr erlebt hätte - da Zeitreisen momentan immer noch der Fiktion vorbehalten sind - vielleicht auch besser so :mrgreen - ist das kein Thema.

Freilich, dank des Weltnetzes kann man nun auch Bilder und Videos von Orten sehen, die man kaum bereisen kann - oder auch was Vergangenheit ist.
Erfreulicherweise vermittelt es so ohne größere Kosten einen bildlichen oder auch audiovisuellen Eindruck, aber selber erleben ist natürlich besser - nur eben nicht immer umsetzbar. Natürlich hat nicht jeder alle Möglichkeiten - ein minutiöser Reiseplaner wie etwa Daniel Möschke kommt dann eben auch mal in hinterste Ecken der ehemaligen Sowjetunion oder nach Nordkorea, wo er mittlerweile ja das Vertrauen genießt, und kann dann auch Bilder anfertigen und zeigen, die man nicht so schnell selber umsetzen kann.
Wobei man auch immer den Aufwand dahinter sehen muß: Es ist immer leicht, sich z.B. das 30-minütige Video zu Straßenbahnbetrieb X anzusehen, aber dann den Aufwand mit der Anreise, Aufnahmen(bearbeiten usw. muß ja auch erledigt werden) dahinter kann sich auch nicht jeder vorstellen.
Drum erreichen mich auch mal Anfragen wie ob ich mal in Y filmen könnte, was dann aber durchaus auch nicht realisierbar sein kann - wenn Zeit, Geld und auch Interesse(reine Niederflurbetriebe sind bei mir eher sehr weit unten priorisiert) nicht stimmen.

Nun, die "Tour de Ruhr" hatte ich 2008 ja absolviert, es landeten Bilder von Krefeldern und Düsseldorfern Hochflurern auf der Speicherkarte, die heute nicht mehr nachstellbar sind, und auch Bochum wurde bedacht und zumindest ein paar Sachen haben sich dort ja nun auch geändert. Die Schwebebahn besuchte ich auch, es entstanden einige Fotos, wenn auch nicht netzabdeckend, aber repräsentativ - nun, daß aktuell Generationenwechsel läuft, ist bekannt, aber da ich nicht der größte 72er Fan bin, kann ein Ausflug sein, oder auch nicht. Interessant ist das System sicher, aber wenn mich ein Fahrzeug nicht wirklich anspricht, muß ich nicht extra dafür den Aufwand betreiben.
Die Erkenntnis kann auch vor Ort kommen: So weilte ich z.B. in München bei der U-Bahn, weil es immer hieß, "die guten alten A-Wagen" werden bald rausfliegen, nun, ich befand jene "guten alten" Fahrzeuge für schrecklich und machte mich eher an eine allgemeine Netzerkundung und hatte dennoch meinen Spaß.
Freiburg war auch irgendwann mal angedacht - aber nachdem zur potenziellen Reisezeit recht lange Netzsperrungen stattfanden(für mich auch immer ein Kriterium, wo ich die Priorität für den Besuch senke, wenn das etwa den Nicht-Einsatz von interessanten Wagen zur Folge hat - und gegebenenfalls nach Wiederherstellung dort hinfahre, oder auch nicht) und ich nun mittlerweile davon recht weit weg wohne und(hier können Videos doch einen guten Eindruck vermitteln) befand, daß die GT8-Z, die mein Interesse geweckt hatten, für meinen Geschmack doch eher eklig klingen, habe ich es dann doch für verzichtbar gehalten - über die "Schönheit" der hiesigen Combinos sinnierten wir hier ja schon mal und auch wenn ich ein Fan der DÜWAG-Gelenker bin, so schrieb nicht nur ich ja bereits davon, daß es im Wesentlichen ja doch der Einheitstyp ist, den man anderswo auch gut beobachten kann. Und so sehr Komplettist bin ich nun nicht, um da nun wieder alles umzuwerfen, dafür, daß es doch in meiner Sammlung landet.

Stichwort Niederflurer nochmal, da kann das eine oder andere Bild auch schneller historisch sein, als man denkt. Auch wenn die nun eher nebenbei aufgenommen werden und sonst ja die klassischen Fahrzeuge das eigentliche Ziel sind. So sind auch meine Aufnahmen von GT6N in Berlin und München historisch(wegen Modernisierung) - auch wenn das vornehmlich nur nebenbei entstandene sind. Gleichermaßen kann es auch sein, daß welche der bereits verschrotteten Bochumer MGT6D damals aufgenommen wurden - habs aber noch nicht überprüft.

Nö, die Nacht war ja nur Planungszeit, nicht Besuchszeit, gröl. Gegen Nebel bei Aufnahmen habe ich nichts - hat was Atmosphärisches und die Gegenlicht-Problematik ist auch erledigt. Gorzow war 2011 zwar nun nicht mit "Nebelsuppe" voll, aber war doch recht diesig - was andererseits gut durch die allgemeine Heruntergekommenheit paßte - knackiger Sonnenschein wäre da nur Standard.
Nun, GT4 habe ich in Stuttgart, Augsburg und Nordhausen festgehalten - daß ich sie in Nordhausen nur 2009 im Fahrbetrieb erlebte und 2011 der Einsatz schon Glückssache war, so daß es nur Bilder von abgestellten Wagen gab und sonst schon die Bambinos alles im Griff hatten, ist dann eben "Künstlerpech"- aber auch nun wieder nicht so wild, da die besten Zeiten da eh schon vorbei waren, der Besuch günstig realisierbar und trotzdem ganz gut war. Extra nun nochmal auf gut Glück dorthin - hätte man machen können, mußte aber auch nicht sein. Dafür entstanden ja auch nebenbei historische Aufnahmen vom "großen Bruder" Eisenbahn, weil mit Halberstädter Mitteleinstiegswagen ginge es dort heute ja nicht mehr hin.

Nun, dann hat sich die Sonderfahrt in dem Fall ja gelohnt. Daß du den Veranlassenden nun leider nicht nochmal treffen kannst, ist nun nicht mehr änderbar - aber so war es immerhin doch mal was geworden.
In Kassel hätte ich dich freilich auch gerne empfangen - aber da war ich dann schon für einige Monate dort abwesend.
Nun hast du deine Kassel-Erkundung ja auch so getätigt - und wenn die eigene Zufriedenheit damit paßt, auch gut.
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Möckern-Peter » 02.05.2017 08:26

Die 280 wird nie wieder vom Sportplatz in's Netz kommen. Man besitzt noch als HTw. die 272 gleichen Typs; da wäre das unsinnig. Jener - falls er keine Frist mehr hat - wäre nach einer HU sofort einsetzbar; bei 280 müsste man sicher nicht nur etliches "zurückändern"; auch würde die Reaktivierung eines Ausgemusterten die TAB deutlich mehr beschäftigen als eine HU.
Ich bringe mal einen Hagener in Innsbruck (wie alle Hagener mit Bielefelder Mittelteilen erweitert), um die Ähnlichkeit des Lacks zu zeigen.
DÜWAG GT8ZRexGT6ZR 81.jpg
Ja, Sithis hat eben Karlsruhe, die OEG, Miskolc und vielleicht noch anderes gehabt. Dafür habe ich eben Beograd gehabt - und dort welche wiedergefunden, die mir ggf. schon 1998 in Basel vor die Füßen gefahren sind. (Zum Glück nicht drüber :mrgreen: ) So ist das eben. Man kann es nachholen - oder mit Schreib-/Forum-Partnern austauschen. Anfangs wollte ich noch Osijek einbinden, aber als ich zeitnah HRS nach einem Hotel befragte, hatten sie keines. Wäre auch etwas umständlich zu erreichen gewesen: Ich hätte von Vinkovci einen "Stich" fahren müssen und diesen wieder nach Vinkovci zurück - es gibt keinen anderen Weg von Kroatien per Eisenbahn nach Serbien als über Sid und das auch nur einmal am Tag. Die andere Möglichkeit, von Osijek über das nahe Süd-Ungarn nach Subotica zu gelangen und von dort nach Beograd, gibt es nicht per Eisenbahn. Und da hatte ich noch nichtmal "Erfahrung" mit der ungarischen Eisenbahn: die gab es erst nach dem Beograd-Besuch bei der Heimfahrt über Subotica nach Budapest, als aus 40 min Grenzaufenthalt + Lokwechsel in Subotica 3,5 Std. wurden - Grund: die ungarische Lok fehlte... Und als die dann irgendwann vom Gegenzug "übrig" war, ging es mit 40 km/h durch Süd-Ungarn und ich verspreche euch: der Express hat in jedem Dorf gehalten, das einen Bahnsteig hatte! Ich hatte original geplant: 6.10 kommen wir in Budapest an´und 6.25 geht es weiter. Tatsächlich waren wir dann 9.43 da, also wenigstens für 10.25 geeignet. Wobei der dann aber nicht 10.25 sondern erst 11.13 abfuhr. Für die MÁV ist das wahrscheinlich noch fast pünktlich... Da war natürlich der Anschluss in Prag lange weg und hätte man gar noch den letzten verpasst, der mit 3 Umstiegen nach Leipzig führt, hätte ich noch ungeplant in Prag übernachten dürfen. Und da von Osijek nach Subotica? > Da charterste dir lieber einen Bauern, der Zeit und ein Eselsfuhrwerk hat... Der fährt immerhin wie ein Taxi: sofort und umsteigefrei. Und für dortige Verhältnisse wohl kaum länger als irgendwelche Züge. Gerade die Auskunft befragt: Es geht über Koprivnica (Grenze) zwar nach Ungarn, aber für Beograd muss man von Osijek wohl zwingend nach Vinkovci und dann nach Beograd. Dauert auch nur 3.44 bei 0.12 Umsteigezeit, geht aber nur einmal am Tag - wenn nicht heute, dann morgen... So wanderte das Beograd-Vorhaben einen Tag nach vorn und nur so, an diesem Tag, in diesem Zug, der mal 3 Std. länger brauchte..., konnte ich meinen Freund Dusko Djuric kennenlernen. Es gibt auch positive Fügungen des Schicksals...
DSCF5162 - DÜWAG GT6ER 657.JPG
Und im Gelb von Baselland-Transport machen sie noch besseren Eindruck.
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Also mit Recherche alter Dienstkalender ergab sich, Gregors Leipzig-Besuch auf Ende Aug. 2011 terminieren zu können. Die Stadtrundfahrt, an der er teilnahm, gibt es So., 14 Uhr - also am 28.08.; den Kurs 1/45 (als er mich auf Li.1 mit Tw.2125 fotografierte) fuhr ich am 29.08., 15.34 - 19.29; das Foto ist also 16.15 gemacht. Und die Schulferien dauerten 2011 in Bayern bis 12.09.
Zur Würzburger Sonderfahrt - hier mit 19.11.2011 erwähnt - sagt mein Kalender, dass ich Urlaub hatte, am 18.11. nach Würzburg und am 20.11. nach Kassel gefahren bin.
War also zuerst er hier und dann ich dort - ich hätte schwören mögen, dass es andersrum war. Aber Kalender sind definitiv und wenn man keine Lügen einträgt, sagen sie auch später noch die Wahrheit.
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Sithis
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Sithis » 03.05.2017 02:09

Gut, bleibt also nur der Sportplatz...ist ja auch in Ordnung. Mir gings ja eher um die Theorie - daß das natürlich mehr Aufwand wäre als den 272 aufarbeiten, keine Frage.

Ja, der Lack ist durchaus ähnlich!

Nun, noch fahren ja in vielen Betrieben welche...Belgrad als Besuchsziel kann durchaus erwogen werden, andere mögliche Ziele auch...mal sehen.

Osijek erwog ich 2009 beim Zagreb-Besuch, aber es wurde dann nichts...weiß nicht mehr, warum, kann sein, daß die Zugfahrt zu lange gedauert hätte, oder der Umstand, daß es in Osijek keine Tageskarte gibt. Gut, wenn ein Betrieb mal nicht besucht wurde, ist es auch halb so wild...

Die ungarische Eisenbahn und Pünktlichkeit in einem Satz paßt sowieso nicht...wer hierzulande über die DB flucht, erklärt diese nach dem Besuch in Ungarn für heilig. Das Bahnsystem da wirkt teilweise wie aus der dritten Welt...dreckige und heruntergekommene Bahnhöfe, wie man sie hier teilweise zwar auch kennt, aber dann eher im Provinzbereich, dort sind es dann teilweise Bahnhöfe von Großstädten.
Zielschilderung ist oftmals nicht sinnvoll vorhanden, es steckt da irgendwas im Wagen und das ist nicht zwangsläufig das, wo der Zug hinfährt. Auch die Anzeiger am Bahnhof funktionierten oftmals wohl das letzte Mal mitte der 90er...und wenn du einen Aushangplan mit Gleisen suchst: Viel Spaß...wenn es einen gibt, ist der auch maximal eine Empfehlung, wie es sein könnte...!
Und wenn man in Budapest an einem Bahnsteig Beschriftung in drei Sprachen(Landessprache, Englisch, Deutsch) sieht, dann geh davon aus, daß am Fahrkartenschalter in der Regel jemand sitzt, der davon nur eine kann - und ich kann schon mal so viel verraten, es ist keine germanische Sprache...
Und wenn du meinst, die Ansagen wären hilfreich - dann mache besser einen Crashkurs in Ungarisch, und präge dir auch die Aussprache gut ein, da das Gesprochene sich für uns vom Geschrieben doch sehr stark unterscheidet.
Sicher fühlte man sich hier schon mal genervt von der mancherorts auf englisch blökenden Blech-Else oder fragte sich, warum da nun selbst am Bahnhof in der Pampa die Info gelegentlich in dieser Sprache über den Anzeiger flackert...nach dem "Vergnügen" mit der MÁV als "Nicht-Sprecher"(das ist die ungarische Bezeichnung für die Deutschen) kann ich es doch nachvollziehen, daß es mal sinnvoll sein kann. Nur mal halb so viel Ordnungswut wie hierzulande oder "Service" täten da schon teilweise schon ein Riesenfortschritt sein...aber da fährt dann eben der nicht ausgeschilderte Zug auf Gleis 3 statt auf 7 ein, ohne daß du es weißt und das, obwohl bei dem Verkehr in dem Bahnhof sowieso maximal zwei Gleise nötig wären! Gut, dahingehend wirds wohl wie in Berlin-Lichtenberg sein: Da war mancher Bahnhof früher bedeutsam, der es heute weniger ist...aber zumindest findest du in Lichtenberg auch die kurze Regionalbahn, die du da eventuell nehmen möchtest, weil eben ausgeschildert ist, daß jene um 12:23 auf Gleis 22 einfahren möge und wenn das Gleis sich ändert, steht das auch auf der Anzeige. Oder wenn man darüber informiert, daß der Zug sich in den Abschnitten A-E einfinden werde, dann wird es auch so sein...

Auch das Rollmaterial ist so eine Sache. Zwar gibt es dezidierte Wagenarten für IC- und Regionalverkehre, aber da ist auch gerne alles wild durcheinandergewürfelt und ein Zug kann auch mal aus anscheinend frisch aufgearbeiteten IC-Wagen mit Türtastern und -antrieben und neuem Innenraum sowie Wagen bestehen, die noch im originalen Zustand wie zu DDR-Zeiten sind und wo es eine Holztür für einen Gepäckraum gibt... :mrgreen:
Das wäre an sich ja nicht so wild, wenn die Pünktlichkeit aus welchen Gründen auch immer sehr oft unter aller Sau ist. Ich erblickte bei einer abendlichen Fahrt auch schon mal ein funkendes Drehgestell in meinem Zug...mag sein, daß man dort eben einfach mit Mängeln herumfährt und deshalb eben mal nur 40 fährt...

Insofern weiß ich schon, warum ich nun nicht unbedingt - auch im Ausland - die Bahn als Reisemittel bevorzuge. Manche denken ja nun, das müßte man, ich sage Quatsch dazu, denn ich will einem Hobby nachgehen(und Straßenbahn und Eisenbahn sind trotz Schienen immer noch völlig verschiedene Bereiche), nicht Symbolpolitik machen, wo wir ja sowieso wieder bei ganz anderen Bereichen wären, die ich - damit der Rahmen nicht noch mehr gesprengt wird :mrgreen: - nicht erläutern möchte.

Ja, jemanden vor Ort kennen kann nicht schaden...indes solltest du dann auch davon ausgehen, daß in Sachen Pünktlichkeit auch dort ein anderer Maßstab gilt. Wegen der Zuverlässigkeit der Bahn ging es ja in Ungarn dann beim nächsten Besuch nach Absprache mit Bekannten mit dem Auto durchs Land - nun, man verabredete sich um 7:30 früh, als ich also relativ zeitig aufstand, ereilte mich eine SMS, daß es 15 Minuten später werden würde, ich antwortete "ok", 7:45 kam eine SMS, in 20 Minuten wäre man da, ich antwortete auch hier "ok", schlußendlich saß ich dann so gegen 8:35 im Auto...nun ja.
Ist schlußendlich die Farila-Mentalität, die man dort mal pflegt - da kommt man eben nicht mit "deutscher Pünktlichkeit", sondern unterwegs fährt man noch irgendwo ran, weil man einen Brief abgeben muß, irgendwas einkauft, oder man fährt sowieso erst zur ausgemachten Ankunftszeit überhaupt von der heimischen Stätte los, weil vorher noch ein Telefonat mit dem Onkel ansteht oder sowas...nun ja.
Mittlerweile ist der Kontakt dorthin auch eher abgekühlt - einerseits zwar schade, andererseits war die "Zuverlässigkeit" meines Bekannten(so weilte er tatsächlich mal in Berlin, Treffen war anberaumt - aus 11:00 Uhr Alexanderplatz wurde dann am Ende 12:45 in einem Restaurant in der Nähe, wo man noch eine Weile mit der Mahlzeit verbrachte...) neben anderen Dingen auch einer der Anlässe dafür - sollte ich nochmals dort hinfahren(warum auch immer), wirds wohl auf andere Reisewege hinauslaufen.

Nö, wenn die Kalender das beinhalten, wirds wohl stimmen... ;-) außer man trug damals mit Absicht oder versehentlich das falsche Datum ein. Wovon ich aber mal nicht ausgehe. Auch die in den Bildern enthaltenen Daten stimmen ja in der Regel - wenn man nun nicht vergißt, die Kamera einzustellen, stimmts dann schon, wenn laut denen das Bild am 23.11. um 12:18 aufgenommen wurde...
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Möckern-Peter » 03.05.2017 16:04

Da ist Serbien, der "Vorhof Russlands" anders: Mein Zug sollte dort 17.33 ankommen und war 17.32 dort; und die für 21.45 terminierte Abfahrt fand auch in dieser Minute statt.
Ich hatte ja nun in Beograd keine Fahrkarte nach Leipzig gekauft sondern nur bis Budapest, brauchte also dort wieder eine. Nachdem ich im Keleti palyaudvar (Achtung, das heißt paja - udwar, nicht pajaudwar!) den richtigen Schalter gefunden hatte, ging das auch reibungslos. Hatte aber einen Zettel hingelegt: "10.45 Praha/CZ" - das erspart jedwede Dissusion.
Ich kenne es aus den 90ern. Mutter und ich wollten in das berühmte Hungaria-Café und das Schild an der Tür verhieß Öffnung 12 Uhr. Nun war es nach 14 Uhr und die Tür blieb eisern. Nämlich zu. Kam ein Ungar, fragte ob wir hineinwollten, und ich deutete auf das 12-Uhr-Schild. Antwortete er nur "Papiiier"... (im Sinne von: aufschreiben kann man doch sonstwas).
Ich nenne das "Siesta-Mentalität", denn auch in den italienischen Alpen (Predazzo, Cavalese) erlebte ich es, dass man sich bei -3°C wegen der immens heißen Sonne nachnmittags auf der Otomane räkelte statt den Laden zu öffnen: man ist schließlich Siesta-Land! Und dies bitte nicht nur auf Sizilien oder in Neapel...
Da ist unser Tscheche auf Arbeit anders. Sein Satz ist "Ich fahre binktlich".
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Re: Würzburger Düwags

Beitrag von Sithis » 04.05.2017 16:34

Nun ja - ich hab mal einen Text zur der ungarischen Bahn angefangen - und da der mittlerweile länger ist und sowieso nicht unbedingt mit Würzburg zu tun hat(weils ja nicht in Ungarn liegt, gröl), schreibe ich den mal vielleicht per Epost.

Zur Ehrenrettung(ausnahmsweise) sei gesagt, daß die zweite Unternehmung nach Szeged mittels Bahn sogar pünktlich verlief! Vorsichtshalber hatte ich einen der Hobbyfreunde vor Ort eingeladen, mitzukommen und für mich die Formalitäten mit Fahrkarten usw. zu erledigen. Nun, ausgerechnet dann funktionierte alles reibungslos...aber gut, da die Fahrpreise gering sind(ich glaube, hin und zurück waren insgesamt irgendwas um die 23 € zusammen), gab ich das gerne aus und auch beim Bestellen des Käse-Hühnchen-Burgers(Lokalproduktion, nicht von einer der beiden roten Ami-Marken) war es ganz praktisch, jemanden dabei zu haben, der übersetzte...da die Speisekarte natürlich auch nur Landessprache ist und ich mal davon ausging, daß man auch nur darin bestellen könne... :mrgreen:
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