Wer hat jemals bei den G4 den Rücksandstreuer gebraucht ?

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24V
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Wer hat jemals bei den G4 den Rücksandstreuer gebraucht ?

Beitrag von 24V » 03.06.2011 18:17

Kürzlich hatte ich Gelenheit mal wieder mit der Leipziger 1206 mitzufahren. Schön das es sie noch gibt.
Dabei kam für mich wieder die Frage auf: wer hat jemals bei den G4 den Rücksandstreuer gebraucht ? War das nur ein Relikt von den Zweirichtungstriebwagen ?

bim
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Re: Wer hat jemals bei den G4 den Rücksandstreuer gebraucht

Beitrag von bim » 05.06.2011 23:43

24V hat geschrieben:wer hat jemals bei den G4 den Rücksandstreuer gebraucht ? War das nur ein Relikt von den Zweirichtungstriebwagen ?
Wenn mich meine Erinnerung nicht sehr täuscht, gab es das dritte Pedal auch in den Schaltradwagen der Typen T2-62 und T2D. Die Notwendigkeit war wohl mehr theoretischer Natur: Falls in einem starken Gefälle die Weiterfahrt unmöglich ist und danach bergauf zurückzusetzen wäre. Bei einem Zweirichter kann dabei einfach der hintere Führerstand besetzt werden, den es beim Einrichter nicht gibt.
So long

Mario

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24V
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Re: Wer hat jemals bei den G4 den Rücksandstreuer gebraucht

Beitrag von 24V » 06.06.2011 09:38

Auch um die Sandbehälter herum verstreuten Sand gab es immer nur an den vorderen Behältern, aber Sand war drinnen in den hinteren, Leipzig 1187 habe ich 1968 persönlich " inspiziert ", heute würde man sagen die Jugend wollte wissen was die Welt zusammenhält :shock: . :o

Kombifahrer
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Re: Wer hat jemals bei den G4 den Rücksandstreuer gebraucht

Beitrag von Kombifahrer » 09.06.2011 11:57

Rückwärtssandstreuer hatten in Dresden alle Einrichtungs - Zweiachser, auch die umgebauten Vorkriegsfahrzeuge. Gebraucht wurde das Pedal relativ selten aber wenn, war er sehr wichtig, zum Beispiel, wenn man im Herbst bei Laubfall in der Steigung nicht mehr die 2. Achse auf den (Vorwärts-) Sand bekommen hat. Dann drehte der Radsatz durch und nahm infolge der Reihenschaltung den Strom von Motor 1. Es war möglich, dass man dann rückwärts auch mit Achse 1 vom Sand rollte. So etwas ließ sich nur mit Rückwärtssand beherrschen, wenn man die Steigung nicht komplett unkontrolliert rückwärts hinunterfahren wollte. Gerade auf der Pillnitzer Strecke gab es dafür einige kurze berüchtigte Steigungen, vor allem am Künstlerhaus. Ebenfalls war es schwierig in Mickten auf Gleis 10 (Schiebebühne) bei Schienenglätte rückwärts mit einem Dreierzug hineinzukommen. Da hat der Rückwärtssand schon geholfen.
Also ich habe das Pedal schon, wenn auch selten, gebraucht.

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