Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

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Sithis
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Sithis »

a) wenn du den Kalender von Tram TV meinst: Ja :mrgreen: .
b) mein Exemplar kommt von einem Weiterverkäufer auf ebay. Den Verlag findest du hier http://www.bild-und-heimat.de/ , allerdings ist die dort vorhandene Bestellmöglichkeit auch nur eine Weiterleitung auf einen anderen Netzladen, insofern ist der Bezugspunkt egal. Die ISBN wäre 978-3-7310-0946-7.
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Dave Tarassow
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Dave Tarassow »

Hallo.

Nach fünfeinhalb Jahren möchte ich das Thema gern wieder aufrollen und nachfragen, wie ihr den Stand der Kalender-Themen- und -Motive sieht? Gibt es was neues auf dem Markt und in den örtlichen Buchhandlungen?

Mittlerweile ist es ja so, dass man sich selbst Kalender macht oder bei Anbietern wie Calvendo seine eigenen Kalendern der Welt anbietet. Es sind gute Themen und Motive dabei, aber auch, die für mich gar nicht gehen, wenn beispielsweise ein Schneebild im Sommer auftaucht. Die Museums- und Straßenbahnvereine produzieren eigene Kalender, wo sich ein Teil sehen lassen kann. Endlich ein Kalender mit der Straßenbahn, die bei einem vor der Haustür fährt.

+++

Ich habe mir 2017 einen Verlag gegründet, um diese Lücken zu schließen. Leider ist es aber nicht leicht, damit in die Buchhandlungen zu kommen. Die einen haben eine Eisenbahn-/Straßenbahn-/Omnibus-Abteilung und die anderen nicht, aber bei ihnen hängen immerhin ein oder zwei Eisenbahnkalender, die die Fahrzeuge in ganz Deutschland zeigen. Mein Ziel ist es, Fahrzeuge vor allem in der Region zu zeigen bzw. geordnet nach einem Typ.

Für 2019 brachte ich fünf Kalender heraus:
- Leipziger Nahverkehr: TRAM, BUS, S-BAHN und ZUG
- Die Tatrawagen / auch anlässlich "50 Jahre Tatrawagen in Chemnitz, Halle, Leipzig und Magdeburg
- KT4D im Einsatz / auch anlässlich "40 Jahre Tatrawagen in Brandenburg an der Havel, Cottbus und Gera
- Historische Straßenbahnen in Sachsen und Sachsen-Anhalt
- IKARUS Omnibus & Obus in Ostdeutschland

DIN A3, Querformat, 250 g/m² Bilderdruckpapier matt, weiße Spiralbildung, Deckblattfolie, 12 Monatsbilder, 1 Rückseite mit Übersicht

Wir - mein Gesellschafter und ich - wollen unsere Produkte überwiegend in örtlichen Buchhandlungen und Tourismus-/Museumsshops anbieten. Einen Online-Shop haben wir nicht diekt. Außer, wenn zu einem Stichtag die Kalender beim Händler an uns zurückgehen (Kommission/Remittenden) und wir sie dann über www.booklooker.de redzuziert verkaufen. Der Verkaufspreis ist rund 20,00 €. Alle fünf Titel wurden von September 2018 bis Januar 2019 bei der Verlagsbuchhandlung Bachmann/Altes Rathaus Leipzig für 19,90 € und Bahnhofsbuchhandlung LUDWIG/Dr. Eckert Leipzig für 17,80 € verkauft. Heute sind alle Kalender hier* für 8,00 € inkl. Versandkosten erhältlich - Restexemplare. * https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/A ... mago+urbis

Vereine bieten ihre Kalender für 20,00 € oder günstige 10,00 € an. Das ist unterschiedlich. Kommt auch darauf an, ob DIN A3, A4 oder A5 sowie mögliche Extras. Ein Verein handelt zwar gemeinnützig, sollte aber nicht wirtschaftlich handeln, sonst verfällt bekanntlich die Gemeinnützigkeit. Deshalb sind die Kalender so künstig und man verkauft sich etwas über den Einkaufspreis. Ich betriebe meinen Verlag nebenberuflich und muss wirtschaftlich handeln. Das große Geld mache ich aber nicht.

Für 2020 sind diese Kalender geplant:
- Die Tatrawagen (vorhanden)
- Straßenbahnen im Osten > Wochenkalender mit 53 Motiven von 27 Betrieben (ab August)
- Straßenbahn & Omnibus Leipzig > Motive aus den 1990er Jahren (ab August)

DIN A3, Querformat, 250 g/m² Bilderdruckpapier matt, weiße Spiralbildung, Deckblattfolie, 12 Monatsbilder, 1 Rückseite mit Übersicht

Eine Übersicht: http://www.stadtbild-leipzig.de/imagour ... er2020.htm

+++

Wie findet ihr die Kalender? Würdet ihr sie kaufen? Was wünscht ihr euch für Themen?
Mit besten Grüßen > Dave Tarassow
+++

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Sithis
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Sithis »

Gute Frage - zumindest bei mir kamen in den letzten Jahren eher weniger dezidierte Straßenbahnkalender ins Haus(dieses Jahr gar keiner, nicht mal so ein allgemeiner Stadtverkehrskalender), einerseits, weil ich die meisten Motive mittlerweile auf die eine oder andere Art kenne(selber aufgenommen oder schon mal im Kalender/Buch usw.) gehabt, andererseits, weil mein Interesse mittlerweile eher Richtung Eisenbahn gedriftet ist.

Ich hab mir jetzt mal die von dir angebotenen Kalender angeschaut. Prinzipiell halte ich das für eine gute Idee. Ein normaler Online-Verkauf wäre mir freilich durchaus recht, Buchhandlungen sind ja nun gerade in Leipzig für mich nicht um die Ecke.
Die Bildauswahl halte ich im Großen und Ganzen für gelungen. Wobei ich von den Bildern mit Masten und Bildern in stark frequentierten Gegenden nicht so der Fan bin, und auch die Herausstellung der Beiwagen im Falle des allgemeinen Tatra-Kalenders finde ich nicht so gelungen. Auch Motive wie Nauener Tor in Potsdam kennt man mittlerweile eigentlich zu genüge. Ich würde an sich auch einen Kalender kaufen, wo das Bild "nur" an irgendeiner Endstelle in Wiesenlage aufgenommen wurde. Schließlich gehört auch das zum Straßenbahnbetrieb und nicht nur die Innenstadt.
Ansonsten ist die Bildauswahl durchaus besser als das, was die großen Verlage so bislang bieten. Das nur meine Meinung. Damit ein Kalender für mich zum Kauf in Erwägung gezogen wird, muß er schon gute Qualität haben. Ich lasse mich da gerne überraschen, was das nächste Jahr bietet - nachdem 2019 ja schon fast hälftig herum ist, werde ich eher nicht zu Restexemplaren greifen.

Was ich an sich gerne mal sehen würde, wären Motive so aus der Zeit von ca. 1990-2005. Bislang nach meinem Gefühl ein Bereich, der nicht so stark abgedeckt ist. Entweder gibt es aktuelle Bilder oder historische Motive aus alten Sammlungen - was ja nicht uninteressant ist, aber da kommt teilweise die Zwischenäre etwas zu kurz.
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Dave Tarassow
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Dave Tarassow »

Dankeschön, Sithis, für deinen Beitrag, den ich mir damals natürlich schon durchgelesen habe. :wink: Und jetzt wieder.

Zunächst, seit Januar 2020 gibt es bei mir nun einen Online-Shop unter www.imagourbis.de - Einen Shop zu eröffnen ist bekanntlich nicht einfach, aber ich habe mich dazu durchgerungen und will meine Produkte auch außerhalb von Leipzig verkaufen, sodass wirklich jeder eine Chance hat.

Das mit dem herausstechenden Beiwagen im Tatra-Kalender kann ich sehr gut nachvollziehen. Heute gefällt mir das mit dem B4D-C und B6A2M auch nicht mehr. In einem Leipziger Kalender "TRAM+BUS LEIPZIG 2020" habe ich den Niederflurbeiwagen NB4 jedoch mit reingenommen, da er gegenwärtig zur Flotte gehört, aber in den grauen Januar gesetzt.

Bild

Für 2021 sind zwei Kalender in Arbeit bzw. einer schon fertig, der Motive aus den 1990er und Anfang der 2000er Jahre hat. Wollte ich schon für 2020 mit einem Fotografen machen, klappte aber nicht. Die Bilder sind jetzt von Steffen Hege aus Potsdam, den man vielleicht von seiner Website www.tram-bilder.de kennt. Die Kalender heißen "Die Tatrawagen in Halle (Saale)" und "Straßenbahnen in Leipzig". Ein dritter Kalender, mit Fotos von Daniel Möschke (siehe Auslandsberichte im DSO-Forum) mit dem Titel "Tatras in der Welt - Ehemalige deutsche Tatrawagen im Exil". Ich möchte nun schauen, wie die drei Titel ankommen und daraus für 2022+ schöpfen. Gegenwärtige Motive sind Klasse, aber ältere Aufnahmen vor 2000 umso mehr. Hatte gestern Abend im Familienalbum geblättert und Fotos von "100 Jahre Elektrische Straßenbahn in Leipzig umd Umgebung" wiederentdeckt, aber damals war ich 6 Jahre und mir fotografieren egal.

Bild
Mit besten Grüßen > Dave Tarassow
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Sithis
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Sithis »

Gut - das sieht ja schon mal vielversprechend aus :) . Wenn der Beiwagen einmal vorkommt, ist es ja auch in Ordnung.

Der Fotograf vom Kalender aus Halle ist ja durchaus bekannt und eigentlich auch hier im Forum angemeldet - allerdings schon seit Jahren nichts mehr von ihm gehört :-? .
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Tobias Walter
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Tobias Walter »

Schade das die Motive verbrannt sind.
Ob FB oder welches Forum auch immer, die Fotos kochen immer wieder hoch.
Einen eigenen Verlag zu gründen, um die Marktnische Straßenbahn Kalender zu bedienen ist ehm ja. Wie währe es mit den Vereinen und Straßenbahnmusen zusammen zu arbeiten.

Verlag für ..., wo wird die Architektur bedient?
HP von Dave, die strotzt immer noch vor Fehlern trotz zahlreicher Hinweise nicht nur von mir.

Kalender, wenn bastelte ich mir lieber einen selber.

Eigenverlag: geklaut die Idee vom Freundeskreis Nahverkehr Leipzig e. V. hast?
"Mit dem wissen von heute, sag ich dir nur eins: 'Scheiß' auf Regeln und lebe dein Leben."

Die Worte einer 93-jährige Patientin zu mir... :shock:

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Dave Tarassow
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Dave Tarassow »

Tobias Walter hat geschrieben:
02.06.2020 15:45
Schade das die Motive verbrannt sind.
Ob FB oder welches Forum auch immer, die Fotos kochen immer wieder hoch.
Einen eigenen Verlag zu gründen, um die Marktnische Straßenbahn Kalender zu bedienen ist ehm ja. Wie währe es mit den Vereinen und Straßenbahnmusen zusammen zu arbeiten.

Verlag für ..., wo wird die Architektur bedient?
HP von Dave, die strotzt immer noch vor Fehlern trotz zahlreicher Hinweise nicht nur von mir.

Kalender, wenn bastelte ich mir lieber einen selber.
Ach, Tobias. Du hast immer und überall etwas auszusetzen, nicht nur bei mir, auch bei anderen. Und dann fragst du dich, weshalb bestimmte Leute und Vereine nichts mehr mit dir zutun haben wollen.

Ich habe keinen Verlag gegründet, um die Nische "Straßenbahn-Kalender" zu schließen. Kalender sind ein Verlustgeschäft und Nahverkehrskalender - so lange EK und GeraMond nichts großartiges herausbringen - in Buchhandlungen Mangelware. Auf Newcomer stürzt sich niemand. Natürlich möchte ich versuchen, in unserer Region die Nische zu schließen. Aber nur Kalender, das läuft bei mir nicht. Und wenn du die Architektur bei mir nicht findest, dann weiß ich auch nicht weiter. Aber ein Tipp: Bei Ansichtskarten und Magnete sticht was heraus. Sollte deine nächste Frage sein, weshalb es kein Leipzig-Kalender gibt. Nun ja, seitdem sämtliche Fotografen glücklicherweise das selfpublishing entdeckt haben, gibt es jede Menge neue und großartige Leipzig-Kalender. Da muss ich nicht auch noch unbedingt einen weiteren Leipzig-Kalender machen. Hatte ich aber für 2020 im Angebot. Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig bringt jährlich einen Kalender mit historischen Motiven heraus.

Es gibt Vereine, die sind gut genug aufgestellt, eigene Kalender zu produzieren. Bei denen einen kommt was gutes raus, bei den anderen finde ich das Layout und die Motivauswahl fürchterlich. Das ist aber Geschmackssache. Dasselbe bei Museen, beispielsweise Halle und Dresden machen schöne Kalender. Da brauchen sie mich nicht dazu. Und Leipzig hat einen jährlichen Buskalender. Und einen Straßenbahnkalender kann es auch geben, aber dann würde man eher die Person anfragen, die den Buskalender macht (ihn kenne ich persönlich, so nebenbei).

Du hast mir mal eine Hinweise für meine Frmenwebsite gegeben? Kann mich gar nicht erinnern. Erst recht nicht, dass noch was von Dritten kommt. Anstelle immer andere dumm zu machen und ihnen auf den Finger zu zeigen, kann man sich auch mal selbst an die Nase fassen.

Wenn du ein schlechtes Bild auf meinen Verlag duch dein Posting erreichen willst, nur zu. Und keiner hat geschrieben, jemand soll meine Kalender kaufen. Du kannst dr gern einen selbst basteln. Aber vergiss nicht, die Bilder ordentlich zu leimen, sonst rutschen sie wieder runter.
Mit besten Grüßen > Dave Tarassow
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Sithis
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Sithis »

Ui, das riecht mal wieder nach Grabenkämpfen... :mrgreen:
Tobias Walter hat geschrieben:
02.06.2020 15:45
Schade das die Motive verbrannt sind.
Inwiefern verbrannt? Ich meine, entweder kauft man sich halt jedes Jahr einen neuen Kalender oder läßt es halt sein. Niemand wird dazu gezwungen. Und daß irgendwann mal alle Motive in irgendeiner Art und Weise mehrfach umgesetzt wurden, liegt sicher in der Natur der Sache.
Klar, vieles oder ähnliches kennt man auch von Flickr, wo man viele Bilder sogar in hoher Auflösung bekommt. So gesehen haben sich Printmedien durchaus etwas überlebt.
Tobias Walter hat geschrieben:
02.06.2020 15:45
Ob FB oder welches Forum auch immer, die Fotos kochen immer wieder hoch.
Einen eigenen Verlag zu gründen, um die Marktnische Straßenbahn Kalender zu bedienen ist ehm ja. Wie währe es mit den Vereinen und Straßenbahnmusen zusammen zu arbeiten.
Wieso sollte man zwangsläufig mit Vereinen und Museen zusammenarbeiten? Unverständlich. Sind diese quasi eine Art Eminenz, an der kein Weg vorbeiführt?
Mehr als Fotos von Privatleuten sammeln tun die auch nicht. Und nicht jeder will was mit Vereinen zu tun haben, oftmals aus guten Gründen. Das Interesse für ein bestimmtes historisches Gebiet ist nicht gleichbedeutend mit einem Interesse an einem Verein.
Tobias Walter hat geschrieben:
02.06.2020 15:45
Verlag für ..., wo wird die Architektur bedient?
HP von Dave, die strotzt immer noch vor Fehlern trotz zahlreicher Hinweise nicht nur von mir.
Das wurde in einigen Beiträgen davor angesprochen: Es geht eben nicht darum, solche Geranova-mäßigen Bilder zu haben, sondern solche, wo die Bahn das Motiv ist. Bilder im Stile von "Triebwagen irgendwo in der rechten Bildecke auf einem bedeutenden Platz mit zwanzig Leuten davor und McDonalds im Hintergrund" gibt es anderswo mehr als genug. Auch wenns nur meine Meinung ist: Architektur interessiert mich nicht. Ich will die Bahn sehen, nicht irgendein Rathaus oder was auch immer da steht.

Und was die Seite von Dave nun mit dem Thema zu tun hat, ist auch unklar.
Tobias Walter hat geschrieben:
02.06.2020 15:45
Kalender, wenn bastelte ich mir lieber einen selber.
Sicher, kann man machen. Habe ich auch schon getan. Hier gehts aber nicht um Eigenbau-Kalender, sondern um solche, die man käuflich erwerben kann.
Tobias Walter hat geschrieben:
02.06.2020 15:45
Eigenverlag: geklaut die Idee vom Freundeskreis Nahverkehr Leipzig e. V. hast?
Seit wann ist ein Eigenverlag ein Patent von irgendeinem Verein? Ansonsten wäre die passendere Frage(das muß einfach mal sein :lol: ): Grammatik gelernt bei Yoda du hast? :mrgreen:
Zuletzt geändert von Sithis am 02.06.2020 22:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Dave Tarassow
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Dave Tarassow »

Ach, Tobias, du hast deinem Beitrag noch eine tolle Frage hinzugefügt. Ja, geklaut? Hm. Die haben einen Eigenverlag und ich einen Verlag. Sie sind ein Verein und ich ein Einzelunternehmen. Der Verein produziert(e) das Magazin „Die Bimmel“ und ich eine Menge anderer Produkte. Selbst wenn eines Tages eine Zeitschrift dabei sein sollte. Also „geklaut“ meiner Meinung nach nicht. Und außerdem heißt der Verein: Leipziger Freundeskreis Nahverkehr e.V. Wenn, dann bitte richtig.
Mit besten Grüßen > Dave Tarassow
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Tobias Walter
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Tobias Walter »

Es ging mal um die Weißestraße ;-). Ist schon länger her. Egal.

Das mit dem Kalender selber basteln, steht in meinem Posting (siehe oben).

Das mit dem immer kritisieren: kann man so wie getan, pauschal abhandeln. Schade.
Oder als konstruktiv nehmen (anderer Blickwinkel).

Eigenverlag/ eigener Verlag: im alten Forum ging mal die Frage um. Genau mit deinem Nickname von heute. Bzw. damals wechselte der immer mal. Dann kam deine HP, inzwischen immer mal verändert.
Schade wenn man Quellen nicht nutzt und Mutmaßungen anstellt (siehe oben).
Oder Lutz G. & Co. für blöd hält. Auch das kam unter deinem Nickname nicht nur einmal vor.

Selber aktiv werden? Ich war es 18 Jahre lang. Vorstandstätigkeit? Ja, 6 Jahre. Erfahrungen sammeln durfte ich. U. a. wie es nicht sein sollte.

So lange sich "unser" Verein so gibt (Jubiläum 50 Jahre Tatra - Werbung nein danke), die Wirkung auf Gäste (ihr stört), bleibe ich bei meiner Meinung. Die ich gerne wieder ins positive ändern würde. Es gab ein Gespräch mit J. Strobel. Den Inhalt behalte ich für mich ;-).

Nur mal so, es sind viele kleine Dinge im Laufe der Jahre zusammen gekommen. Ich habe nur irgendwann mal angefangen darauf zu reagieren.
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Sithis
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Sithis »

Und was genau hat das jetzt alles noch mit dem ursprünglichen Thema zu tun? Diskutiert das doch bitte woanders, wenn es nicht um Kalender geht...

Andererseits zeigt es nur mal wieder auf, warum ich generell wenig von Vereinen halte. Überall ist nur Hickhack, die eigentliche Sache steht dabei im Hintergrund. Was solls. So sind Leute eben. :|
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Dave Tarassow
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Dave Tarassow »

Hallo.

Ich schaue ja immer gern - und das muss ich auch -, was die Konkurrenz bietet. Für den Straßenbahnbereich noch sehr übersichtlich. Bei Calvendo können Fotografen ihre Kalender herausbringen, wenn sie sich nicht mit einem Layout beschäftigen wollen, sondern nach dem Baukastenprinzip gehen und einfach Elemente auswählen, was sie wollen. Eine Jury entscheidet, ob die Motivauswahl gut ist oder nicht und geben Ratschläge. Auf Bewertungsseiten und in Fotoforen hört man aber auch negatives, das man die Ratschläge umsetzen muss und Calvendo nur einen Kalender produziert, wie sie ihn gern haben möchte. Nun ja, die Bedingungen sind Bedingungen. Aber bei der Fachjury frage ich mich dann schon, wie man den einen oder anderen Kalender abgesegnen konnte. Die Fotografen legen ihren Verkaufspreis selbst fest, die Provision ist aber gering. So kann der Fotograf seinen Kalender auf 70 € ansetzen, um mehr Provision zu bekommen. Calvendo sorgt dafür, dass die Kalender in den Buchhandel kommen und schlägt sich dann selbst herum, was verkauft wird und was nicht.

Ein Kalender, den ich gern als Beispiel misslungener Kalender zeige, heißt "Die Tatrawagen", den es unverändert für 2017, 2018, 2019, 2020 und 2021 gibt: https://www.calvendo.net/de/galerie/die ... 4&type=KAL

Den einen und anderen schönnen Calvendo-Kalender gibt es natürlich. Abstriche würde man vermutlich bei jedem Kalender, nicht nur Calvendo, machen.
Mit besten Grüßen > Dave Tarassow
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Möckern-Peter
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Möckern-Peter »

Freunde!
Vor vielen Jahren glaubte ich mal, Gleichgesinnte "wollen dasselbe", also verstehen sie sich...
Jahre später wusste ich, dass das nur eingeschränkt, "grob", gilt.
Das gilt für viele "Gemeinden", z.B. auch Parteien. Überall ist es so, dass die Teilnehmer (zwar) für ein "Großes Ganzes" stehen, jedoch in absolut differenzierten Ausprägungen. Es sind die Ansichten. (Nicht Fotos, sondern Meinungen sind hiermit gemeint!) Also sieht es jeder nuanciert.
Das ist vielleicht auch ganz gut so, bringt es doch Frische in Diskussionen, statt bloßer Ja-Sagerei und "abnicken" wie auf einem SED-Parteitag...
Es mag also jeder das seine "Süppchen kochen", Bedingung dabei sollte jedoch sein, diesen Individualismus aber auch anderen zuzuerkennen! Also diese nicht gleich vor- oder abzuurteilen, wenn deren Meinung von der eigenen abweicht. So wie man auch Mehrheitsentscheidungen akzeptieren muss, selbst wenn man dagegengestimmt hat. --- Und Kalenderkäufe (oder -nichtkäufe) sind eine Kann-Bestimmung, weder Dogma noch Pflicht!
Es soll (sich) doch jeder den kaufen, den er mag - und anderen Leuten nicht seine Meinung aufdrängen. Entweder es überzeugt jemanden anders von selbst oder der andere behält seine Ansicht.
Über gute oder schlechte Kalender muss man sich also nicht "fetzen": der andere hat (s)einen Geschmack und ich halt meinen.
(Auch bei Tonträgern war/ist das so: Wieoft wollte man - wegen 1 - 2 Titeln - gern den eines Interpreten kaufen - wenn da nicht ca. 10 miese oder unbekannte oder verzichtbare Titel mitdrauf waren, die man mitbezahlen muss.)
Kritisch kommt von Kritik, und Kritik ist von Natur aus nichts schlechtes: sie ist auch eine Triebkraft für Entwicklung. Einbezogen, kann sie viele Produkte künftig besser machen. Und das ist schon wieder Ansichtssache; andere werden vielleicht sagen "es war vorher besser"... Und da ist es wieder, das "Minenfeld"!)
Was ich hier etwas deplatziert finde, ist der Stil. Kritik ja, aber einiges ist arg persönlich und soll den anderen "zerfetzen"; manches beleidigt geradezu. Nun bin ich mit "Gix und Gax" (oder Hinz und Kunz) befreundet, und nicht so harmoniesüchtig, dass sich doch bitte alle meine Freunde gegenseitig lieben sollen. Auch bin ich kein Fanatiker von "Frieden um allundjeden Preis". Aber etwas würdigerer Umgang dem anderen gegenüber schadet nie.
Was Dave nun an dem "Dauer"-Kalender 2017 - 2021 missbilligt, weiß ich nicht - es ist seine Sache. Meine Sache ist, dass er mir mit Ausnahme des Dez.-Motivs (Straßenbahn zu klein und zu "steil" im Bild; eigentlich sieht man "nur Bahnhof") durchaus zusagt. Es ist meine Sache. Kaufen (oder nicht) obliegt jedem selbst. Gut z.B., dass er - ich stehe für viele Kalender pro Wand! - sogar in mehreren Formaten angeboten wird. Und ja, 2022 kaufe ich ihn dann sicher nicht weder. Ich mag eben keinen Rembrandt, Rubens oder Cranach daheimhaben, für den ich Millionen ausgeben musste und der mich dann lebenslang begleiten muss; ich mag für "kleine Preise" stetig wechselnde Motive an meinen Wänden. Und Kalender gibt es gottlob genug...
Auch die Betitlung spielt eine Rolle! Bei "Stadtverkehr" möchte ich auch die Stadt sehen, auch wenn der Wg. X der "Hauptdarsteller" ist, bei "Alpenbahnen" auch Berge, Seen und Dörfer, wo der Zug aus welchen-auch-immer Fahrzeugen entlangfährt. Natürlich kann man einen Straßenbahn-Beiwagen des Typ X, einen Flach-, gedeckten oder Kessel-Güterwagen, eine Lok der Baureihe X, oder einen Reisezugwagen dieser-oder-jener Bauart wollen. Dann sollte man sich auf konkrete Fahrzeugkalender verlegen. --- Und auch, ja: Wer keinen Wunschkalender (mit Abstrichen) findet, dem bleibt immer noch, sich 12 - 13 Motive zu "besorgen" und sich einen nackten selbst zu bekleben. Da muss er dann auch nicht seine Lieblings-Lok im "hässlichen April" hinnehmen, sondern kann sie in seinen Geburtsmonat "sonniger September" kleben... Es steht jedem frei... Jedenfalls allen, die an "Industrieprodukten" grundhaft etwas auszusetzen haben. Die Aufschrift eines Tores nahe bei Weimar ("Jedem das seine") hat hier definitiv eine positive Bedeutung.
Der "Macher" eines Kalenders hat also grundsätzlich immer zuerst etwas Gutes gewollt. (Vielleicht und auch Geld verdienen, ja... Aber dazu braucht er Käufer.) Dass er damit nicht zwingend den Nerv jedes Interessenten trifft und jeder manches womöglich anders machen würde, ist ein nicht beseitigbares Risiko: Gib 24 Leuten 24 Fotos und es werden 24 Kalender herauskommen. Mit manchem Kalender kann man x Leuten "die Bude einrennen", auf anderen würde man ggf. sitzenbleiben. Das ist doch normal!! Nur: Egal wie jeder seine Prioritäten setzt; etwas umgänglicher anderen gegenüber zu agieren, ist trotzdem ein Gebot für Ähnlichinteressierte untereinander.

Und ja: Hau, ich habe gesprochen! Vielleicht versöhnt es ja doch einige Erzürnte wieder ein wenig ("lächli" oder "lachi")
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Dave Tarassow
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Dave Tarassow »

Hallo Peter.

Danke für deine Feedback. Was mir am Calvendo-Kalender nicht gefällt, ist die Auswahl der Motive. Nicht die Straßenbahnen an sich, sondern wie sie abgebildet sind. Heißt, mir fehlt zu der Zuschnitt. Die Fahrzeuge sind zu weit weg oder hängen oben in der Kopfzeile. Ebenso kommen mitten im Sommer Winterbilder. Ich habe auch Kalender, wo entweder durchgängig Sommerbilder sind oder soweit es möglich war, dieses Jahreszeitenpassend auszuwählen. Aber wer will im Sommer ein Schneebild haben. Das Titelbild als Fahrzeug mit Haltestelle Marktplatz finde ich super. Aber die Marktbuden auf der linken Seite sind für ein Titelblatt, das ja als Visitenkarte für den Rest des Kalenders gilt, eine schlechte Wahl.
Mit besten Grüßen > Dave Tarassow
+++

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Möckern-Peter
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Re: Kritische Betrachtung: Straßenbahn-Kalender

Beitrag von Möckern-Peter »

Gut, dass manche Stromabnehmer fast aus dem Format ragen, es dafür viel vordergründige Straße oder Wiese gibt, stimmt. Bilder kann man durchaus "zentrieren". Andererseits, wenn das Fahrzeug ansonsten passt, bin ich da weniger pingelig.
Aber sei froh: Viele vergessen, dass ein Stromabnehmer überhaupt zum Fahrzeug gehört. War auch am Anfang meiner Fotografie so... (lach).
Gut, bei Jahreszeiten habe ich eher keine Ansprüche; aber wenn du darauf Wert legst, mag es für dich ein Bewertungskriterium sein.
Naja, die Buden sind eher Visitenkarte der Stadt als des Kalenders. Andererseits ist gegen Märkte im urtümlichen Sinne nichts einzuwenden: es sind ja keine Paradeplätze, sondern so ging es schon vor Jahrhunderten auf einem Markt-, also Handels-, platz zu. Dass man freilich Dinge durch vergrößern auch aus dem Bild drängen kann, ist unbenommen.
Ansonsten gilt das zuvorgesagte: Jeder hat einen anderen Geschmack bzw. seine eigene Vorstellung. Und vergiss/vergesst nicht: Nur der selbstgemachte Kalender wird mit Sicherheit der beste - dagegen verblassen alle anderen... :mrgreen:
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