(DA) ST 15 erreichen die Heimat

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Baertram
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(DA) ST 15 erreichen die Heimat

Beitrag von Baertram »

TINA kommt nach Hause.
TINA steht ja für „Total integrierter Niederflurantrieb“ und soll eine komplette Neuentwicklung sein.
Insgesamt 25 Tw sollen in den nächsten 1 einhalb bis 2 Jahren nach Darmstadt kommen. Nach meinem Informationsstand sollen sie dann 22101 bis 22125 genummert werden (auch wenn der letzte Tw erst 2024 kommt). Mit dem neuen Nummer-System geht die HEAG Mißverständnisse aus dem Weg, da die ST 14 bis zur Nummer 0792 geht (Und damit wären nur noch die Nummern 2293 bis 2299 möglich gewesen). Neben dem Arbeitstriebwagen 1501 und dem Schneepflug 1502 sind ja auch die Tw 9115 - 9124 vorhanden und schließlich Bw 9425. Deshalb ist man wohl auf die 5-stellige Betriebsnummer gegangen.
Seit ungefähr einer Woche ist Tw 22102 (ST 15) in Darmstadt angekommen. In der letzten Nacht folgte Tw 22101. Dieser war auf der Innotrans in Berlin erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden.

https://www.heagmobilo.de/de/faq-st-15
Information der HEAG hauptsächlich aus der Zeit vor der Auslieferung.

https://www.heagmobilo.de/de/presse/pre ... ngetroffen
Information der HEAG über Ankunft des Tw 22102.

https://frankfurter-nahverkehrsforum.de ... &pageNo=14
Der Thread des Frankfurter Nahverkehrsforum über die Ausschreibung bis hin zur Auslieferung des ersten Fahrzeuges. Ab Seite 14 gibt es auch Bilder von den beiden Tw.

Neben Darmstadt kommen diese Art von Tw auch nach Basel, Rostock und Halle, zum Teil jedoch in abweichenden Versionen.
Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
RMV senkt die Preise? - Eher fährt unser Tw 37 aus eigener Kraft von Wixhausen nach Leimen

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Sithis
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Re: (DA) ST 15 erreichen die Heimat

Beitrag von Sithis »

Ungünstig nur, daß man Bilder als nicht-registrierter Nutzer nicht sehen kann! :roll:

Sieht ähnlich aus wie die Variobahn. Ist ja tatsächlich auch von Stadler.
Warum hat man sich jetzt vom alten Lackschema verabschiedet? Das war doch gar nicht so schlecht.
Zynismus ist der geglückte Versuch, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist. - Jean Genet

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Baertram
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Tut mir leid

Beitrag von Baertram »

Das tut mir leid.
Diese Bilder sind leider nicht von mir. Daher kann ich nur entsprechende Links setzen. Beim Frankfurter Nahverkehrsforum hatte ich den Aspekt des registrierten Benutzers wohl vergessen. Aber bei der HEAG wundert es mich, da versuche ich noch mal den Link aus dem Pressemeldungen der HEAG:
https://www.heagmobilo.de/de/presse/pre ... ngetroffen
Das hier führende Fahrzeug ist Tw 0787 (ST 14), der den Tw 22102 (ST 15) nach Kranichstein bringt. In der ehemaligen Abstellhalle für historische HEAG-Fahrzeuge werden die ST 15 in Betrieb genommen.

Was nun die neue Lackierung angeht, gehen wir doch mal in der Geschichte zurück:
1897 war die Straßenbahn noch relativ bunt: untere Hälfte Gelb mit mit einem hellblauen bzw. weißen Feld unter den Fenstern. Die Fensterstege waren weiß. Die Erstausstattung Tw 1 - 18, Bw 101 - 106 und ST1 hatten Lackierung. Diese Lackierung verschwand noch vor dem ersten Weltkrieg.
Ab 1904 wurde der Wagenkasten Elfenbein lackiert. Als Farbtupfer war ein türkiser Streifen unter den Stirnfenstern. In den 1930er Jahren wurde der Streifen auch an den Seiten aufgebracht. Tw 1 - 18, Bw 101 - 106, ST 1 - 4 und SB 1 - 4 führten diese Lackierung. Bis nach dem zweiten Weltkrieg war diese Lackierung typisch für unsere Straßenbahn.
1913 versuchte man sich an einer neuen Variante: Die neuen Tw (ST 2) und Bw (SB 1) wurden zunächst Grün ausgeliefert. Ob man damit die Linie festlegen wollte (Die grüne Linie war das Einsatzgebiet dieser Fahrzeuge) kann nur vermutet werden. Doch bevor Tw 49 nach Darmstadt kam, wurden auch sie in Elfenbein umlackiert.
Im zweiten Weltkrieg wurden einige Fahrzeuge mit einer Tarnlackierung versehen, nachdem Herr "Maier" sein Versprechen nicht halten konnte.
1946 löste die damals neue beige Lackierung mit der roten Bauchbinde die anderen Lackierungen (Elfenbein mit türkisen Bauchbinde und/oder Fleckentarn). Alle ST 0, 1 - 9, SB 1 - 7 waren in dieser Lackierung unterwegs. Bis zur offiziellen Abstellung der ST 6 - SB 6 1992 war diese Lackierung im Stadtbild zu finden.
1974 wollte man die einheitliche Lackierung auflockern: Fahrzeuge mit einer BSI-Kompaktkupplung (ST 7 - 9, SB 7 und umgebaute SB 6) erhielten einen zweiten roten Streifen in Höhe der Rahmbohle. Auch diese Lackierung war zur Abstellung der ST 9 - SB 6 bis 1992 im Betrieb.
1976 kam es zu einem Malwettbewerb, wo eine Lackierung gefunden werden sollte. Der 1. Preis war dann die Variante, die der Frankfurter und Mainzer Straßenbahn damals ziehmlich nahe kam: Unten Beige oben dunklen Orangerot. Tw 95 ( ST 8 ) war dann der Tw, wo diese Variante ab Sommer 1976 präsentierte. Doch sie setzte sich nicht durch. Tw 95 erhielt relativ schnell eine blaue Bauchbinde und wurde bei der nächsten HU den anderen Fahrzeugen angeglichen.
Im September 1976 tauchte mit Tw 24 (ST 7) die dann gültige Varainte auf: Unten Beige, oben Orangerot (heller als bei Tw 95), die Bauchbinde wurde nun Kobaltblau. ST 7, 8, SB 7 wurden im Rahmen der HU nach und nach umlackiert. Der letzte war Bw 154 1990. Das resultierte daraus, das die Fahrzeuge, welche in Griesheim stationiert waren, auch bei einer HU zunächst die beige Farben mit den beiden roten Streifen behielten. Die ST 10 und 11 wurden mit dieser Lackierung ausgeliefert. Bis zum Abtransport der ST 7 und 8 1998 war diese Lackierung präsent.
1988 wurde durch die Anlieferung der Bielefelder Beiwagen SB 8 eine Inspiration gefunden: Oben blieb es beim Orangerot und auch der blaue Streifen wurde nicht verändert. Doch unten wurde es nun weiß und die Schürzen wurden blau angestrichen. Die ST 10, 11, SB 8, einen Teil der ST 7, 8 und SB 7 wurden so lackiert. Doch diese Variante setzte sich nicht durch. Die Stadtbahnwagen (ST 10 und 11) wurden schnell in die nächste Variante lackiert. Die klassischen Wagen ( ST 7, 8, SB 7 und 8 ) behielten vereinzelt bis 1998 diese Lackierung.
Bereits 1989 kam die Version, die auch heute noch vorhanden ist: weißer Wagenkasten, orangerotes Fensterband, blaues Dach und blaue Schürzen. Tw 22 - 25, 31, 96, Bw 152 - 154, 157, 158, 161, 171, 173, 174, 176 - 178, alle ST 10 - 14 und SB 9 haben diese Lackierung erhalten. Seit 1998 ist sie das CI der Darmstädter Straßenbahn, wenn man von den Popwerbungen absieht.
Tw 27 und 28 hatten 1990 nur eine Teillackierung erhalten, was sie dann bis zum Abtransport 1998 zu Exoten machte.
Die neue Lackierung ist eben nun mal der gelbe Wagenkasten, die auch bei den neuen Bussen seit einiger Zeit (angefangen mit den DOSTO-Bussen des AirLiner) schon bekannt ist. Neben den Tw 22101 und 22102 (mit anderen Worten alle ST 15) sind aber bereits die Tw 9861, 9871, Bw 9435 und 9452 in der Variante unterwegs - getarnt als Popwerbung für Jobs bei der HEAGmobilo.

Mit anderen Worten: Von der Elfenbein-Lackierung aus der Kaiserzeit abgesehen ist die Lackierung, die zur Zeit verwendet wird, die am längsten andauernte Version des Corperate Identity. Und das in unserer doch schnellebigen Zeit. Obendrauf kann man vermuten, das nun auch Darmstadt mit nur einer Farbe die Lackierung günstig halten möchte. Schaut nur nach Frankfurt am Main mit ihrem "Subaru Vista Blue".
Viele Grüße aus Darmstadt - Jörg "Baertram" D.
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Sithis
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Re: (DA) ST 15 erreichen die Heimat

Beitrag von Sithis »

Macht ja nichts, ist ja nicht deine Schuld. Dank verschiedener anderer Bildquellen im Netz kann man sich auch so einen Eindruck machen.
Die Erläuterungen zur Farbgebung waren mir so nicht bekannt. Aber dazu ist so ein Forum ja gut :mrgreen: .
Ich finde ja, daß die Farbe eher nach Mainz aussieht. Aber gut, ich schätze, die Flotte wird wohl so rasch nicht komplett umlackiert...falls überhaupt.
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